Nordamerika

USA Today entfernt 23 Artikel wegen Fake News – auch über Ukraine-Konflikt

Die Tageszeitung USA Today hat 23 Beiträge von ihrer Website entfernt. Dies erfolgte, nachdem eine interne Prüfung ergeben hat, dass es sich bei den Artikeln von Gabriela Miranda um Fake News handelt. Auch Ukraine-Nachrichten sollen gefälscht worden sein.
USA Today entfernt 23 Artikel wegen Fake News – auch über Ukraine-KonfliktQuelle: Gettyimages.ru © Nipitphon Na Chiangmai / EyeEm

USA Today, die auflagenstärkste Tageszeitung in den USA, hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie 23 Artikel von ihrer Website und anderen Plattformen entfernt habe. Zugrunde soll eine interne Untersuchung liegen, die ergab, dass die Autorin dieser Beiträge, Gabriela Miranda, Zitate und Quellen gefälscht haben soll. Der leitende Redakteur für Standards, Michael McCarter, wies in einer editorischen Notiz darauf hin, dass das Signal für Unstimmigkeiten von außen gegeben worden sei:

"Die Prüfung ergab, dass einige der zitierten Personen nicht mit den angegebenen Organisationen in Verbindung standen und offenbar gefälscht waren. Die Existenz anderer zitierter Personen konnte nicht unabhängig überprüft werden. Darüber hinaus enthielten einige Artikel Zitate, die anderen hätten zugeschrieben werden müssen."

Im Vermerk des Herausgebers wurde erklärt, dass insgesamt 23 Artikel entfernt worden sind, weil sie nicht den "redaktionellen Standards entsprechen". In der Mitteilung sind alle von der Journalistin verfassten Beiträge aufgeführt.

Miranda, die für Eilmeldungen in der US-Nachrichtenagentur zuständig war, kündigte vor einigen Wochen bei USA Today und dem USA Today Network. Die Texte aller ihrer Artikel wurden durch das Zitat ersetzt: "Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde von unseren Plattformen entfernt, weil er nicht unseren Standards entspricht."

Zu den gelöschten Artikeln gehörten Berichte über das Abtreibungsverbot in Texas und den Konflikt in der Ukraine sowie ein Leitfaden für Sonnenschutzmittel und eine Top-10-Liste von Spirituosen für Weihnachten. Weil einige von Mirandas Geschichten auch in der Printausgabe von USA Today erschienen sind, soll der redaktionelle Vermerk über die falsche Berichterstattung am Freitag in der Printausgabe erfolgen.

Die Nachrichtenorganisation erklärte außerdem, dass sie sich um "Genauigkeit und Sachlichkeit" bemühe und dass die Mitarbeiter "diese Situation bedauern". Das Blatt versprach, die Einreichung von Reklamationen oder Korrekturanfragen zu verbessern und sicherzustellen, dass die Artikel klare Angaben zur Identifizierung der zitierten Personen enthalten, damit solche Situationen in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Wie The New York Times berichtet, habe USA Today am Donnerstag auch eine Videokonferenz mit den Mitarbeitern abgehalten, um die Untersuchung von Mirandas Arbeit zu besprechen. Berichten zufolge soll das Blatt zu dem Schluss gekommen sein, dass die Journalistin vorsätzlich Schritte unternommen habe, um die Prüfer zu täuschen, indem sie falsche Beweise für die Sammlung der Informationen vorgelegt habe, einschließlich Aufnahmen von Interviews.

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