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US-Ärzte nach Briefing zu Sputnik V: Beeindruckt von Testdaten und Offenheit russischer Kollegen

US-Ärzte nach Briefing zu Sputnik V: Beeindruckt von Testdaten und Offenheit russischer Kollegen
Alexander Gintsburg, Direktor des Gamaleya National Research Center for Epidemiology and Microbiology, zeigt Flaschen mit Sputnik-V-Impfstoff gegen die Coronavirus-Krankheit (COVID-19). 24. September 2020.
"Beeindruckt" zeigten sich Ärzte des Maimonides Medical Center in New York nach einem Briefing zum Corona-Impfstoff Sputnik V. Nicht nur die Daten aus Tests und Entwicklungsarbeit haben es den US-Medizinern angetan, sondern auch die Transparenz der russischen Kollegen.

Über 100 Ärzte und medizinische Angestellte des Maimonides Medical Center in New York – einer der renommiertesten medizinischen Einrichtungen der USA – besuchten in Moskau am 29. September ein Briefing zum Coronavirus-Impfstoff Sputnik V, das dessen Entwickler – Wissenschaftler des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie – speziell für das US-Publikum abhielten. Die russischen Wissenschaftler breiteten vor ihren Kollegen die einzelnen Stufen der Entwicklung und klinischen Erprobungen der Vakzin im Detail aus.

Russlands Corona-Impfstoff Sputnik V.

Alle Mediziner des Maimonides Medical Center, die am Briefing in Moskau teilnahmen, haben große Erfahrung in der Behandlung von COVID-19: Nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie wurde das Klinikum im New Yorker Stadtteil Brooklyn vollständig auf die Behandlung von COVID-19 neu ausgerichtet. Professor Jacob Shani, Leiter des Zentrums für Herz- und Kreislaufkrankheiten und der kardiologischen Abteilung bei Maimonides, fand nur ein Wort für die bisherigen Erfolge der Kollegen aus dem Gamaleja-Forschungszentrum sowie ihre Offenheit in Bezug auf jedes Detail ihrer Arbeit – "beeindruckend" und "beeindruckt":

Wir haben uns sehr darauf gefreut, von den beiden Wissenschaftlern etwas über den Impfstoff Sputnik V zu hören – und waren sehr beeindruckt von den Daten, die die Wissenschaftler des Gamaleja-Zentrums präsentierten. Wir haben die Veröffentlichung in der Zeitschrift 'The Lancet' gelesen, und schon diese Publikation war sehr beeindruckend. Darin wurden die guten Ergebnisse von Phase 1 und Phase 2 der klinischen Erprobungen dargelegt, darunter die Entwicklung von Antikörpern, zelluläre Immunität – und nur minimale Nebenwirkungen. Das alles war sehr ermutigend.

Auf persönlicher Ebene waren wir von den Gamaleja-Wissenschaftlern beeindruckt. Sie waren sehr professionell, sachkundig und was am wichtigsten ist: Sie vermittelten einen sehr offenen Eindruck. Sie beantworteten jede Frage, ohne zu zögern.

"Wir wissen, dass der Impfstoff Antikörperproduktion auslöst und sicher ist"

Spezifisch bezüglich des Corona-Impfstoffes Sputnik V hatte der US-Mediziner festzustellen:

Wenn das Vakzin tatsächlich so wirkt, wie die Daten es nahelegen, dann habt ihr eine sehr gutes Vakzin zur Hand. Natürlich wird sich [erst] mit der Zeit zeigen, ob der Impfstoff wirksam ist. Wir wissen bisher, dass er eine Antikörperproduktion auslöst; wir wissen, dass er sicher ist. Jetzt muss man herausfinden, ob er wirklich vor COVID-19 schützt. Ich habe die Wissenschaftler persönlich gefragt, ob von den bisher geimpften Menschen sich jemand infiziert hat – die Antwort war Nein. Ich bin sehr auf die Ergebnisse der Probeimpfung einer größeren Gruppe gespannt.

Fläschchen mit dem weltweit ersten Coronavirus-Impfstoff, der in Moskau, Russland, registriert wurde.

Alexander Ginzburg, Leiter des Gamaleja-Forschungszentrums, wusste die Haltung der US-Kollegen zu schätzen:

Wir haben von den US-Ärzten eine professionelle, unvoreingenommene Herangehensweise gesehen, die genauso wie ihre russischen Kollegen der Pandemie überdrüssig sind und so schnell wie möglich eine wirksame, effiziente und sichere Vakzin gegen das Coronavirus sehen wollen. Wir erachten die internationale Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Impfstoffes als Schlüsselbedingung für einen endgültigen Sieg über das Coronavirus.

Der Impfstoff Sputnik V ist unter den Corona-Impfstoffen bisher in der Hinsicht einmalig, dass er nicht eines, sondern zwei künstlich modifizierte Viren als "Taxi" für die sensitivierenden Bausteine des Coronavirus nutzt. Dies sind Vektoren aus den menschlichen Adenoviren Ad5 und Ad26 für die Erstinjektion respektive die Zweitinjektion der Impfung. Somit lässt sich unter anderem auch ein Mensch erfolgreich impfen, der gegen Adenoviren immun ist.

Über 50 Länder weltweit fragten Sputnik V bisher an; mit mehreren bestehen bereits Lieferverträge: Brasilien bekommt bis zu 50 Millionen Sputnik-V-Impfdosen, Mexiko 32 Millionen, Indien 100 Millionen und Usbekistan bis zu 35 Millionen.

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