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Corona-bedingter Nahrungswegfall: Hungernde Ratten liefern sich Verteilungsschlachten in den Straßen

Corona-bedingter Nahrungswegfall: Hungernde Ratten liefern sich Verteilungsschlachten in den Straßen
Symbolbild: Pandemiebedingter Nahrungswegfall lässt verhungernde Rattenvölker zu Kannibalen werden. Denn wegen der Quarantänemaßnahmen gegen das Coronavirus ist ist einer ihrer zentralen Ernährungsgrundlagen, Lebensmittelreste von Restaurants, zum großen Teil weggefallen.
In großen Städten der USA greifen Ratten auf Krieg und Kannibalismus zurück, um die Isolation und Quarantäne der Menschen zu überleben. Doch Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie behindern die Lebensmittelproduktion derart, dass auch Menschen vor ernsten Problemen stehen.

Das Coronavirus hat die wohl erste kriegerische Auseinandersetzung wegen Lebensmitteln in den letzten paar Jahrzehnten ausgelöst. Allerdings nicht zwischen Menschen, sondern zwischen Ratten. In den USA führen ganze Rattenvölker Vernichtungskriege gegeneinander, weil ihnen die Corona-Pandemie die Nahrungsgrundlagen entzogen hat. Während Ratten, die sich von Lebensmittelresten im Hausmüll ernähren, nach wie vor bestens zurechtkommen, droht denjenigen, die sich zum Beispiel auf Restaurants verlassen, plötzlich ein Hungertod, erklärte Bobby Corrigan, Experte für Nagetiere in Städten, am Montag gegenüber NBC News.

Krieg der Ratten um Lebensmittel…

Hungernde Ratten greifen auf Krieg und Kannibalismus zurück, um die Quarantäne wegen des Coronavirus zu überleben.

Es ist dasselbe, was wir in der Geschichte der Menschheit schon gesehen haben. Wenn Menschen Landübernahmen begannen, kamen Militärs, Heere – und kämpfen buchstäblich auf Leben und Tod darum, wer das jeweilige Land erobern wird. Das passiert jetzt auch mit Ratten. Eine neue 'Armee' von Ratten kommt in einem Gebiet an, und diejenige Armee, die die meisten und stärksten Ratten hat, wird dieses Gebiet erobern.

Zusätzlich dazu, dass sich ganze Rattenarmeen bis auf den Nagezahn um erstklassigen Hausmüll bekriegen, "töten jetzt die Erwachsenen den Nachwuchs im Nest – sie schlachten die Jungtiere", fügte Corrigan hinzu.

Seine alarmierende Beschreibung stützt sich möglicherweise auf virales Filmmaterial von Ratten, die im vergangenen Monat in der Bourbon Street in New Orleans um Essensreste kämpften. Das Video entstand nur wenige Tage nachdem ein Großteil von Louisiana unter Quarantäne gestellt wurde. Ähnliches Material wurde kürzlich in einer ganz anderen Ecke des Globus aufgenommen, in Bangkok.

Während Thailänder sich während einer nächtlichen Ausgangssperre inmitten der Coronavirus-Pandemie in ihren Häusern verkriechen, haben Ratten auf den Straßen Bangkoks das Sagen.

… und was er mit Menschen zu tun hat

Doch urteilt man nach den eindringlichen Warnungen seitens der Lebensmittelindustrie, könnten in den USA bald auch die Menschen ähnliche Probleme bekommen, falls die Isolations- und Quarantänemaßnahmen deutlich länger andauern sollten.

Bislang ging es bei den größten Engpässen in den Läden um Dinge wie Toilettenpapier und Handdesinfektionsmittel. Lebensmittel hingegen waren reichlich vorhanden.

Doch die Menschen, die die Versorgung ermöglichen, von Landwirten bis hin zu Arbeitern in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben, Lastwagenfahrern und Lebensmittelhändlern, können eben nicht von zu Hause aus arbeiten. Thomas Massie, Kongressabgeordnete der Republikaner für den US-Bundesstaat Kentucky, warnte am Montag, "Amerikas zerbrechliche Lebensmittelversorgungskette" werde zu Engpässen in Supermärkten und zur Schließung von Verarbeitungsbetrieben führen. Landwirte und Viehzüchter würden gezwungen, ihre Erzeugnisse zu vernichten.

Wir sind Wochen, nicht Monate, davon entfernt, dass Bauern Tiere einschläfern müssen, die normalerweise für Fleisch, für Lebensmittel verkauft worden wären. Auch Obst und Gemüse werden auf Bäumen und Feldern verfaulen. Nur ein drastischer Kurswechsel in der Politik – noch in dieser Woche – könnte diese Gewissheit noch abmildern.

Die Schuld an den seiner Ansicht nach drohenden Missständen gab Massie Teilen der US-Regierung, die "keine Ahnung haben, wie die Wirtschaft funktioniert".

Sechs der größten Verarbeitungswerke in den USA haben ihren Betrieb bereits ausgesetzt, erinnerte der Kongressabgeordnete.

Erst am Sonntag verlängerte der Konzern Smithfield die Schließung seines Schweinefleischverarbeitungsbetriebs in Sioux Falls, South Dakota. Dort infizierten sich fast 240 der insgesamt 3.700 Mitarbeiter mit dem Coronavirus. Die Produkte dieses Betriebs machen bis zu fünf Prozent der gesamten US-Schweinefleischerzeugnisse aus.

"Es ist unmöglich, unsere Lebensmittelgeschäfte zu beliefern, wenn unsere Anlagen nicht laufen", stellte Ken Sullivan, Geschäftsleiter von Smithfield, in einer Erklärung fest. "Wir als Nation sind brutal vor die Wahl gestellt: Entweder wir stellen Lebensmittel her, selbst angesichts von COVID-19, oder eben nicht."

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