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Donald Trump dankt Russland für geleistete Corona-Hilfe – Kreml weiß von nichts

Donald Trump dankt Russland für geleistete Corona-Hilfe – Kreml weiß von nichts
Donald Trump während seiner täglichen COVID-19-Pressekonferenz am Montag.
US-Präsident Donald Trump lobte in seiner täglichen COVID-19-Pressekonferenz die Beziehungen der USA zum Rest der Welt. Er bedankte sich auch bei Moskau für die Lieferung von Ausrüstung im Kampf gegen COVID-19. Dem Kreml ist eine solche Lieferung an die USA jedoch nicht bekannt.

US-Präsident Donald Trump lobte Moskau für die Übersendung einer "sehr große Anzahl an Dingen", mittels derer die Ausbreitung des Coronavirus bekämpft und kranke Patienten behandeln werden können. Auch andere Nationen, darunter die Volksrepublik China, hätten den USA Unterstützung zukommen lassen. "Wir haben großartige Beziehungen zu vielen Ländern", sagte Trump bei seiner neuerdings täglichen COVID-19-Pressekonferenz gegenüber Reportern am Montag:

China hat uns einige großartige Sachen geschickt. Russland hat uns eine sehr, sehr große Menge an Dingen geschickt, medizinische Ausrüstung. Das ist sehr schön. Andere Länder haben uns Dinge geschickt, worüber ich sehr überrascht war, sehr positiv überrascht.

Ein Posten vor dem Eingang zum militärischen Komplex im Cheyenne Mountain in Colorado.

Trump nannte jedoch wieder einmal keine Details, welche Art von Hilfe Moskau und Peking geleistet hätten. Auch nannte er keines der "weiteren Länder" namentlich, die ebenfalls Lieferungen geschickt haben sollen.

Die Äußerung wurde allerdings als besonders rätselhaft empfunden, weil selbst russische Beamte noch keine derartige Hilfslieferung bestätigten, jedenfalls nicht in die USA. Zumal das US-Außenministerium kürzlich mit einer internen E-Mail seine in Europa ansässigen Diplomaten zwar aufforderte, nach Vorräten zu suchen, aber erstens in Ländern, in denen die USA Botschaften betreiben, und zweitens ausdrücklich aber "ohne Moskau".

Trumps beiläufige Bemerkung über eine Hilfe aus Russland kam jedoch zeitlich nach einem Telefonat unlängst mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin, in dem beide ihre Besorgnis über die schnelle Ausbreitung des Virus diskutierten. Und Anatoli Antonow, also kein Geringerer als der russische Botschafter in Washington, hatte zuvor zumindest bereits signalisiert, dass sein Land selbstverständlich "bereit sei, den Vereinigten Staaten bei Bedarf zu helfen".

Allerdings schickte Russland tatsächlich letzte Woche beispielsweise mehr als 100 Mediziner und fast ein Dutzend Transportflugzeuge mit Ausrüstung beladen nach Italien. Es wurden Beatmungsgeräte, Desinfektionsmittel sowie Gesichtsmasken und andere Schutzausrüstungen geliefert, um das EU-Land in seinem Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zu unterstützen. Obwohl einige italienische Medienberichte sogleich diese Hilfe als "nutzlos" eingestuften und darüber spekulierten, dass dies sicher mit böswilligen und verborgenen Absichten einherging, bestand wenigstens der Außenminister Luigi Di Maio öffentlich darauf, dass diese Hilfe ein reiner "Akt der Solidarität" sei.

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