Ägyptisches Gericht bestätigt YouTube-Sperre wegen Anti-Islam-Video

Ägyptisches Gericht bestätigt YouTube-Sperre wegen Anti-Islam-Video
Ägyptisches Gericht bestätigt YouTube-Sperre wegen Anti-Islam-Video (Symbolbild)
Wegen eines anti-islamischen Videos hat das ägyptische Oberverwaltungsgericht die staatliche Telekommunikationsbehörde aufgefordert, den Internetdienst YouTube für einen Monat zu sperren. Das Gericht bestätigte damit am Samstag ein früheres Urteil der Unterinstanz.

Bei dem umstrittenen Video handelt es sich um eine 14-minütige Sequenz von "Innocence of Muslims" (auf Deutsch "Unschuld der Muslime"). Darin wird der islamische Prophet Mohammed als Mörder, Vergewaltiger und Frauenheld dargestellt.

Nach der Veröffentlichung des Videos vor sechs Jahren war es in Teilen der arabischen Welt zu gewaltsamen Protesten gekommen. Mehrere Menschen starben, die deutsche Botschaft im Sudan und die US-amerikanische Botschaft in Tunis wurden in Brand gesteckt. Auch ein Zusammenhang zwischen dem Video und dem Angriff auf die diplomatische Vertretung der USA im libyschen Bengasi wird nicht ausgeschlossen. In Pakistan war YouTube für drei Jahre gesperrt. Ein ägyptisches Gericht verhängte im Jahr 2013 die einmonatige Sperre des vom Mutterkonzern Google betriebenen Videoportals. Die staatliche Telekommunikationsbehörde legte anschließend Berufung gegen das Urteil ein. (dpa/rt deutsch)

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