Blitzschlag setzt Hirnimplantat außer Betrieb – Lebensgefahr beim Aufladevorgang möglich

Blitzschlag setzt Hirnimplantat außer Betrieb – Lebensgefahr beim Aufladevorgang möglich
Blitzschlag setzt Hirnimplantat außer Betrieb – Sicherheitssystem erhält Besitzerin das Leben (Symbolbild)
Eine 66-jährige Slowenin hatte bereits fünf Jahre lang ein implantiertes Hirnstimulationsgerät gegen Muskelkrämpfe in ihrem Nacken erfolgreich benutzt. Eines Nachts schlug bei einem heftigen Gewitter ein Blitz in ihr Haus ein. Dieser zerstörte ihren Fernseher und ihre Klimaanlage, außerdem schaltete plötzlich ihr Implantat aus.

Sie bemerkte den Vorgang erst nach einer Stunde, als ihre Muskelkrämpfe wieder einsetzten. Deshalb ging sie am nächsten Tag zu ihrem Arzt, der das Gerät überprüfte und einfach wieder einschalten konnte. Es war unbeschädigt und funktionierte weiter tadellos.

Dies ist der erste registrierte Fall, bei dem ein Blitzschlag Störungen in einem Hirnstimulator verursacht hat, berichtete die Fachzeitschrift Journal of Neurosurgery. Dem Blatt zufolge sei das Gerät vom internen Warnsystem automatisch abgeschaltet worden, als es eine elektromagnetische Überspannung aufzeichnete.

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Für die Frau hätte es aber noch viel schlimmer ausgehen können, wenn sie das Implantat in dieser Nacht aufgeladen und dabei am Stromnetz gelassen hätte. In diesem Zusammenhang forderte die Zeitschrift die Hersteller der Geräte zur Tiefen Hirnstimulation (THS) dazu auf, Blitzschläge als potentielle Gefahrauslöser auf die Liste der Sicherheitsempfehlungen zu setzen.

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