Nach Odebrecht-Korruptionsaffäre: Peruanischer Präsident reicht Rücktrittsgesuch ein

Nach Odebrecht-Korruptionsaffäre: Peruanischer Präsident reicht Rücktrittsgesuch ein
Nach Odebrecht-Korruptionsaffäre: Peruanischer Präsident reicht Rücktrittsgesuch ein
Der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski hat am Mittwoch offiziell seinen Rücktritt beantragt. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei interne Quellen in der Regierung.

Das Staatsoberhaupt bestätigte bereits sein Vorhaben in einer TV- Ansprache an das peruanische Volk. "Aufgrund der entstandenen schwierigen Situation, in der mir zu Unrecht die Schuld für die Taten zugewiesen wird, mit denen ich nichts zu tun habe, glaube ich, das Beste für das Land zu tun, indem ich mein Präsidentenamt niederlege. Denn ich will kein Hindernis für unsere Nation sein in der Zeit, wo sie den Weg zur Eintracht und Harmonie gefunden hat, die sie so dringen benötigt und die mir verweigert wurden", sagte Kuczynski.

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Kuczynski wird vor allem wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht belastet. Zuvor hatte das peruanische Parlament für diesen Donnerstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Kuczynski eingeleitet.