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Sprich nicht mit den Schmuddelkindern! Transparency International schmeißt Mediziner Wodarg raus

Sprich nicht mit den Schmuddelkindern! Transparency International schmeißt Mediziner Wodarg raus
Da sprach der Mainstream noch mit ihm: Wolfgang Wodarg in der ZDF-Sendung Frontal 21
Wolfgang Wodarg erlangte als Kritiker staatlichen Handelns in der Corona-Krise einige Bekanntheit. Nun hat Transparency International entschieden, die Mitgliedschaft Wodargs ruhen zu lassen. Der Grund: nicht Wodargs Thesen, sondern sein Auftreten in alternativen Medien.

von Andreas Richter

Die Nichtregierungsorganisation Transparency International Deutschland, die sich der Korruptionsbekämpfung widmet, hat entschieden, die Mitgliedschaft ihres Vorstandsmitglieds Wolfgang Wodarg ruhen zu lassen. Das teilte der Vorsitzende der Organisation Hartmut Bäumer in der vergangenen Woche in einem Brief mit, der auf der Webseite von Transparency einzusehen ist. Grund für diesen faktischen Rausschmiss des Mediziners Wodarg ist dessen öffentliches Auftreten als Kritiker des staatlichen Krisenmanagements in der Corona-Epidemie.

Wodarg schätzte die von der COVID-19-Pandemie ausgehende Gefahr wiederholt als nicht besonders groß ein. Staatliche Maßnahmen wie Quarantänebestimmungen und Verbotsregelungen bezeichnete er als interessengeleitete Panikmache. Transparency-Chef Bäumer, früher Landtagsabgeordneter der Grünen und Aufsichtsratsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung, gestand Wodarg großzügig zu, diese Meinung haben zu dürfen. In dem Brief heißt es:

Diese kritische Position ist sein 'gutes Recht' und von der Meinungsfreiheit gedeckt. Auch heute weiß niemand definitiv, ob die ergriffenen Maßnahmen Erfolg versprechen, noch ob sie unvermeidlich waren. 

Als entscheidend für die Suspendierung Wodargs wird dagegen dessen Auftreten in alternativen Medien dargestellt, die Bäumer als antidemokratisch und teils antisemitisch beschreibt. Auch das Wort Verschwörungstheoretiker fällt in diesem Zusammenhang. Diesen Medien gegenüber stellt der Transparency-Vorsitzende bizarrerweise "seriöse Blätter" wie FAZ, Süddeutsche Zeitung und natürlich auch den Tagesspiegel, der erst in der vergangenen Woche Falschnachrichten über RT Deutsch verbreitet hatte. Dazu schreibt Bäumer:

Problematisch und für uns als Organisation letztlich untragbar ist es, wenn diese kritischen Thesen, die unter anderem eine aus der Pharmaindustrie und ihren Profitinteressen gesteuerte Kampagne unterstellen, in radikalen Medien wie KenFM, Rubikon, Geolitica oder in einem Interview mit Eva Herman verbreitet werden. Diese Medien, die regelmäßig mit Verschwörungstheorien, mit antidemokratischen sowie teils antisemitischen Vorurteilen arbeiten und einige davon personell der AfD nahestehen, sind so weit von den demokratischen Überzeugungen und Prinzipien unseres Vereins entfernt, dass sich jede Zusammenarbeit mit ihnen verbietet. Nicht zuletzt deshalb wurde Wolfgang Wodarg selbst von vielen seriösen Blättern wie dem Tagesspiegel, der FAZ oder der Süddeutschen Zeitung den Verschwörungstheoretikern zugerechnet.

Die NachDenkSeiten wiesen in einem Kommentar zu Recht darauf hin, dass die Unterteilung der Medien in seriös und radikal nicht haltbar sei und letztlich dazu diene, sich nicht mit den von den alternativen Medien verbreiteten, nicht genehmen Inhalten auseinanderzusetzen. Transparency beweise durch das Setzen des medialen Mainstream als Autorität in der Frage, wer "Verschwörungstheoretiker" sei und wer nicht, die eigene mediale Inkompetenz. Die Organisation handle außerdem, anders als es ihr Vereinsname nahelegt, intransparent.

In seinem Brief weist der Transparency-Chef selbst darauf hin, dass man sich durch die derzeit verfügten Einschränkungen an Kriegs- und Nachkriegszeiten erinnert können fühle. Da hat er recht. Gleiches gilt aber auch für den Umgang mit abweichenden Meinungen. Hier hat das Virus gewissermaßen die Rolle des äußeren Feindes übernommen. Wenn man abweichende Meinungen abqualifiziert und zum Schweigen bringt, erfolgt das heute allerdings im Namen der öffentlichen Gesundheit.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln. 

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