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Hanau unter Schock: Bekannte, Freunde und Zeugen der Terroropfer äußern ihre Gedanken zum Anschlag

Hanau unter Schock: Bekannte, Freunde und Zeugen der Terroropfer äußern ihre Gedanken zum Anschlag
Anwohner, Opfer-Freunde und Augenzeugen aus Hanau haben ihre Gefühle nach dem tödlichen Attentat auf neun Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Stadt vor der Kamera zum Ausdruck gebracht. Es herrscht Fassungslosigkeit, Bestürzung und Unverständnis, wie ein Mensch aus Hass eine solche Tat begehen konnte.

Mohammed befand sich nur zufällig nicht an einem der Orte, an denen der Mörder wild um sich schoss.

Wie er erzählt, waren seine Freunde in einer der beiden Shisha-Bars, aßen Pizza und luden auch ihn ein. Seine Frau hatte jedoch Essen vorbereitet, weshalb er die Bar schon bald verließ. 

Dann bin ich gegangen, und 30 oder 40 Sekunden später – bumm. Ich hörte Schüsse. Ich dachte, vielleicht Karneval oder Feuerwerk. Als ich zurückkam, waren alle tot.

Doğa findet es unverständlich, wie Hass aus Gründen der Religion oder Herkunft entstehen kann. 

Deutsche gegen Ausländer. Ausländer gegen Deutsche. Keine Ahnung, was hier passiert. Egal, aus welchem Land, welche Religion oder was auch immer, es ist trotzdem scheiße. Mensch ist doch Mensch, egal, ob Deutscher, Russe oder Türke – christlich oder muslimisch.  

Ein anderer Mann namens Osman sagte, dass sie in der Stadt nie mit Problemen konfrontiert waren und sich um die Zukunft sorgten.

Wir haben nie Probleme mit Deutschen gehabt. Viele Deutsche kommen hier einkaufen, auch da im Kiosk – oder sei es der Friseurladen da vorne, auch alles in türkischem Betrieb. Und dann fangen die Politiker an, auch eine Partei wie die AfD, die Leute so aufzuhetzen, dass es so weit kommen muss. Es sollte verboten werden. Wo wird das alles enden? Heute ist es dieser Kerl, und morgen wird es ihm ein anderer nachmachen.

Bei Swetlana, einer älteren Dame aus Hanau, war kürzlich noch eines der Opfer zu Besuch, um ihr beim Aufbau eines Schrankes behilflich zu sein. Unter Tränen sagt sie: 

Mir geht es so schlecht. Vor ein paar Wochen war noch ein junger Mann bei mir, der hier erschossen worden ist, und er hat meinen Schrank montiert mit seinem Vater. Ich finde es schrecklich! Das sind die Kinder, die hier geboren sind und sich überhaupt nicht unterscheiden von unseren deutschen Kindern. [...] Es ist so viel mehr Hass und noch viel mehr im Hintergrund. [...] Sie bekommen keine Ausbildungsplätze, werden wie Kinder aus Dritte-Welt-Ländern behandelt. 

Am Mittwochabend hat ein 43-jähriger Mann namens Tobias R. aus Fremdenhass neun Menschen mit Migrationshintergrund und seine eigene Mutter erschossen. Danach beging er Suizid. 

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