icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Gauland wirft Kramp-Karrenbauer "schäbige Instrumentalisierung gegen AfD" wegen Hanau vor

Gauland wirft Kramp-Karrenbauer "schäbige Instrumentalisierung gegen AfD" wegen Hanau vor
Alexander Gauland hat sich gestern zu Hanau geäußert, wo ein Attentäter neun Menschen mit Migrationshintergrund und seine eigene Mutter tötete. Der Mörder vertrat rassistische Ansichten und träumte von großen Säuberungsaktionen gegen Muslime. Noch-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte daraufhin erklärt, dass das Attentat sie darin bestärke, dass es "in keiner Form eine Zusammenarbeit mit der AfD" geben dürfe, die die "Grundlage für dieses Gedankengut" lege. Gauland reagierte nun darauf.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag bezeichnete die Morde in Hanau als "ein fürchterliches Verbrechen" und findet es "unfassbar, dass so etwas geschieht". 

Annegret Kramp-Karrenbauer und jenen, die eine Verbindung zwischen Täter und der AfD heraufbeschwören, warf er vor, auf "schäbige" Art und Weise "eine furchtbare Tat zu instrumentalisieren, um gegen politische Konkurrenten vorzugehen". 

Das ist erstens Unsinn, und zweitens finde ich es schäbig. [...] Ich finde es schäbig, so eine furchtbare Tat zu instrumentalisieren. Alles, was wir wissen, ist, dass das ein völlig geistesverwirrter Mensch ist. Er hat ja auch über Amerika und irgendwelche Vergewaltigungsszenen paraphrasiert. Von daher finde ich es – ich sage es noch mal – schäbig, wenn so etwas instrumentalisiert wird, um gegen politische Konkurrenten vorzugehen.

Er bestand darauf, die Tat nicht als Terror zu bezeichnen, denn dem müsste ein politisches Motiv zugrunde liegen. Der Attentäter sei jedoch offensichtlich ein völlig Geistesverwirrter gewesen, wenn man sich seine Ansichten betrachtet.

Mehr lesen: Kramp-Karrenbauer nach Hanau-Attentat: "Bestärkt mich darin – keine Zusammenarbeit mit der AfD"

Der Mörder hatte vor seiner Tat ein Video und ein 24-seitiges Pamphlet veröffentlicht. Darin schreibt er von der Notwendigkeit von "großen Säuberungen" . Demnach seien gewisse "Volksgruppen, Rassen oder Kulturen in jeglicher Hinsicht destruktiv – vor allem der Islam" – und "die Existenz gewisser Volksgruppen an sich ein grundsätzlicher Fehler". 

Deshalb müssten diese "Völker und Länder komplett vernichtet werden" und auch hierzulande "Säuberungen" stattfinden. Folgende Länder zählt er auf:

Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Israel, Syrien, Jordanien, Libanon, die komplette saudische Halbinsel, die Türkei, der Irak, der Iran, Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan, Indien, Pakistan, Afghanistan, Bangladesch, Vietnam, Laos, Kambodscha bis hin zu den Philippinen. Und dies wäre erst die Grob-Säuberung. Danach muss die Fein-Säuberung kommen, diese betrifft die restlichen afrikanischen Staaten, Süd- und Mittelamerika, die Karibik und natürlich das eigene Volk.

Gauland sagte zu seiner Einordnung:

Terror ist es ja meistens erst, wenn sozusagen irgendein politisches Ziel erreicht werden soll. Bei einem völlig Geistesverwirrten sehe ich kein politisches Ziel, insofern bin ich vorsichtig mit dem Begriff Terror, und von links und rechts wollen hier gar nicht reden. Das ist ein Verbrechen. 

Auf Reporter-Nachfrage, ob es nicht eine Verharmlosung sei, diese Menschen als Irre einzuordnen, verteidigt Gauland sich: 

Das hat nichts mit Verharmlosung zu tun. Wenn ich mir die Statements angucke oder anhöre, die er von sich gegeben hat, dann ist das ein völlig geistig verwirrter Mensch, da kann ich doch nicht in irgendeiner Weise darüber reden und sagen: Ja, das ist aber politisch motiviert. Im Moment ist es ein Kranker, ein Irrer, der nicht in dieser Gesellschaft frei herumlaufen sollte.

Auf erneute Nachfrage, warum die AfD das Wort Rassismus diesbezüglich nicht in den Mund nimmt, sagt der AfD-Politiker: 

Das kann schon sein, dass es ein zutiefst rassistisches Motiv ist. Ich habe da gar nichts zu erwidern, aber es folgt offensichtlich einer völlig kranken Geisteshaltung, und wenn wir sehen, was die Motive sind – ich habe das vom Generalbundesanwalt gelesen –, warum soll ich das nicht in den Mund nehmen?  Rassismus in der Form ist natürlich auch geisteskrank, ist doch völlig klar!

Folge uns aufRT
RT
Kriegstrauma loslassen lernen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen