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London: Aktivisten stellen sich bei Galadinner der Rüstungsindustrie Waffen-Lobbyisten in den Weg

London: Aktivisten stellen sich bei Galadinner der Rüstungsindustrie Waffen-Lobbyisten in den Weg
Dutzende von Friedensaktivisten nahmen die Gäste des jährlichen Galadinners ADS-Gruppe, bei dem hochrangige Vertreter der Waffenlobby und Politiker zusammenkamen, laut protestierend in Empfang. "Es klebt Blut an euren Händen", riefen sie jenen entgegen, die an dem Event im Londoner Grosvenor House teilnahmen.

Die ADS-Gruppe ist eine Handelsorganisation, die über 1.000 britische Unternehmen in der Luft-, Verteidigungs-, Sicherheits- und Raumfahrtindustrie vertritt. Das Dinner-Event wird als eine Gelegenheit für führende Persönlichkeiten der Rüstungsindustrie angesehen, die Errungenschaften des vergangenen Jahres zu feiern und andere in ihrem Bereich zu treffen.

Für die Aktivisten ist es völlig unverständlich, wie diese Leute noch feiern können. Lynn Bliss sagte: "Heute Abend gibt es dort drinnen viele Waffenhändler und Abgeordnete und wichtige Leute, die sich zu einem Galadinner zusammensetzen werden, das Hunderte von Pfund pro Person kostet, und sie werden die schmutzigen Geschäfte machen, um Waffen an Länder in der ganzen Welt zu verkaufen. [...] Diese Waffen töten so viele Menschen so unnötig. Und vor allem, Saudi-Arabien, wir verkaufen Waffen an Saudi-Arabien, mit denen das jemenitische Volk bombardiert wird, und jemenitische Kinder sterben an den Bomben und an Hunger. Wie können diese Menschen mit gutem Gewissen dorthin gehen und die Art von Arbeit, die sie tun, feiern? Ich kann mir nicht erklären, wie sie nachts ruhig schlafen können. Ich verstehe es nicht." 

Die Aktivistin Claire Cooper sah es ähnlich: "Der Waffenhandel ist eine Industrie der Gewalt und des Leidens, und er macht die Welt zum schlimmsten Ort, und ich kann nicht verstehen, dass die Menschen von der Herstellung und dem Verkauf von Waffen leben. Es ist einfach böse."

"Im Jemen haben die Saudis Schulbusse und Hochzeiten bombardiert, und es geht einfach immer weiter. Es ist die größte humanitäre Katastrophe, die es derzeit auf der Welt gibt. Und was ist unsere Reaktion in diesem Land? Wir bewaffnen Saudi-Arabien weiter", sagte eine Protestlerin namens Sue.

Madelin, ebenfalls eine der Aktivisten, kritisierte in dem Zusammenhang auch die britische Regierung. Nach einem Gerichtsurteil in Großbritannien im letzten Jahr sollten zunächst keine Lizenzen für Waffenlieferungen an Saudi Arabien erteilt werden. Die Regierung hat ihrerseits gegen das Waffenexportverbot nach Saudi-Arabien Berufung eingelegt. Der heutige Premierminister Boris Johnson soll zu seiner Zeit als Außenminister Waffenverkäufe im Wert von über einer Milliarde Euro an Saudi-Arabien genehmigt haben. 

Sie sagte: "Jemeniten, Millionen Menschen hungern, weil es einen Krieg gibt, den wir durch den Verkauf von Waffen an Saudi-Arabien unterstützen, während unsere Regierung gegen das Gerichtsurteil Berufung einlegt, können Sie das glauben? Und sie verlässt sich auf den Waffenhandel. Das muss aufhören!"

Die ADS-Gruppe vertritt einige der größten Waffenhersteller Großbritanniens wie Airbus, Rolls Royce, BAE Systems und Bombardier.

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