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Essen: "Richterin war gegen Videoveröffentlichung" – Massenschlägerei zwischen Clans im Gerichtssaal

Essen: "Richterin war gegen Videoveröffentlichung" – Massenschlägerei zwischen Clans im Gerichtssaal
In Essen ist die Lage vor Gericht nach dem Urteilsspruch vollkommen eskaliert. Nach der Urteilsverkündung seien die Streitpersonen und Zuschauer, wohl alle aus dem Clan-Milieu, aufeinander losgegangen, was in eine wilde Massenschlägerei ausartete. Erst durch den Einsatz von 20 Polizisten und Justizbeamten konnte die Schlägerei aufgelöst werden.

Die Aufnahmen, die RTL exklusiv veröffentlicht hat, sind gestern in Essen entstanden. Dort standen acht junge Männer zwischen 16 und 21 Jahren vor Gericht, die vergangenen Sommer einen 18-Jährigen auf einem Schulhof brutal zusammenschlugen, die Tat filmten und sie ins Netz stellten. Alle, auch das Opfer, das zurzeit wegen eines Sexualdeliktes in Untersuchungshaft sitzt, sollen Mitglieder verfeindeter arabischer Großfamilien sein. 

Nachdem das Gericht die Beschuldigten zu Jugendhaftstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten verurteilte, gerieten laut dem Bericht zwei Angeklagte aneinander, woraufhin sich immer weitere Personen beteiligten, viele davon aus dem Publikum.

Eine RTL-Reporterin vor Ort beschreibt folgende Szene im Saal: 

Die Clan-Mitglieder prügeln wild aufeinander ein, und für kurze Zeit herrscht absolutes Chaos. Unbeteiligte Zuschauer fliehen aus dem Saal. Es braucht mehr als 20 Polizisten und Justizbeamte, um die Schläger zu überwältigen. Einer wird später mit Kabelbindern gefesselt abgeführt.

Die Reporterin, Nadine Becker, resümiert später: 

Ich bin schon lange Reporterin, aber was ich bei diesem Prozess heute erlebt habe, habe ich noch nie gesehen. Randale und Gebrüll, von Achtung vor dem deutschen Rechtssystem keine Spur. Knapp 20 Polizisten mit Schutzwesten waren nötig, um wieder halbwegs Ordnung herzustellen. Ein für mich einmaliger Vorgang.

Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, ob wegen des Vorfalls ein neues Ermittlungsverfahren eröffnet wird. 

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