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Russlands Außenamtssprecherin verurteilt Umgang mit Assange durch "Vorzeige-Demokratien"

Russlands Außenamtssprecherin verurteilt Umgang mit Assange durch "Vorzeige-Demokratien"
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kommentierte gestern in Moskau den Gesundheitszustand des WikiLeaks-Gründers Julian Assange und verurteilte die politisch-motivierte widerrechtliche Behandlung des Journalisten.

Sacharowa warf Großbritannien vor, "alle Gesetze und Rechte und Normen, die die Freiheit der Medien und die Sicherheit der Journalisten regeln und garantieren" zu brechen, indem sie Assange unter so schlechten Bedingungen festhielten.

Der Fall von Assange veranschauliche ihr nach deutlich und auf abscheuliche Art und Weise die Doppelmoral jener westlichen Staaten, die in den Fall verwickelt sind oder seine Behandlung stillschweigend hinnehmen.

Die Situation von Julian Assange ist eindeutig ein Verstoß gegen die geltenden Gesetze, Vorschriften und Normen, die die Freiheit der Medien und die Sicherheit der Journalisten durch die westliche Welt und insbesondere das Vereinigte Königreich regeln und garantieren, das behauptet, ein Vorbild für demokratische Normen zu sein. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Politik der "Doppelmoral" im wirklichen Leben aussieht – ziemlich unansehnlich. Die Staaten, die andere über Menschenrechte und Meinungsfreiheit belehren und ermahnen, ignorieren die von ihnen deklarierten "Werte" komplett, wenn es um ihre eigenen Interessen geht.


Sie sei besorgt darüber, dass die Briten und ihre Partner tatsächlich so weit gehen werden, dass er am Ende sterben würde. 

So traurig das auch klingen mag, stellt sich im Moment die Frage, wie weit die Briten und ihre Partner bereit sind, in dem Bestreben zu gehen, sich nicht nur an dem Journalisten zu rächen, sondern mit ihm tatsächlich abzurechnen. Und das alles nur deshalb, weil er seinen Job als Journalist professionell ausübte. 

Assange, sitzt mittlerweile seit über sechs Monaten im Hochsicherheitsgefängnis in London, nachdem er rund sieben Jahre in der equadorianischen Botschaft ausharrte, da er bei Verlassen der Botschaft, sofort verhaftet würde und dann eine Auslieferung in die USA befürchtete.

Dutzende Ärzte forderten die britischen Behörden kürzlich in einem Brief auf, ihn umgehend in ein Krankenhaus zu verlegen, da er auf Grund der jahrelangen politischen Verfolgung, Isolation und psychologischen Folter bereits ernsthaft krank sei. Er drohe zu sterben, wenn er nicht umgehend Hilfe bekommt, appellierten sie. Der Forderung kam Großbritannien allerdings nicht nach. Er sitzt nach wie vor im Belmarsh-Gefängnis und wartet auf seinen Auslieferungsprozess in die USA im Februar. 

UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, der Assange bereits im Mai mit unabhängigen Ärzten besuchte, zog den selben Schluss und mahnte auch kürzlich, dass sein Leben in ernster Gefahr sei. Schon damals waren neurologische Schäden festzustellen. Mittlerweile, nach einem halben Jahr in Haft, hat Assange dramatisch an Gewicht verloren, etwa 15 Kilogramm. Bei einer Anhörung vor Gericht soll es ihm laut Anwesenden schon große Schwierigkeiten bereitet haben, seinen Namen und sein Geburtsdatum zu nennen.

John Pilger, ein rennomierter Journalist und Freund des WikiLeaks-Gründers, berichtete, nachdem er ihn kürzlich im Gefängnis besucht hatte, dass er bloß noch Haut und Knochen sei und Assange zu ihm sagte: Ich glaube, ich werde verrückt.

Sie halten es für äußerst zweifelhaft, dass Assange in einem solchen Zustand vernehmungsfähig ist. Im Februar steht seine Auslieferungsanhörung an. Die USA wollen, dass Großbritannien ihnen den WikiLeaks-Gründer übergibt, um ihm dort den Prozess zu machen.

Anbetracht der Anklagepunkte drohen ihm dort 175 Jahre Haft. Assanges Anwälteteam protestiert seit Monaten, dass ihnen und Assange die Möglichkeiten, sich vernünftig auf den Fall vorzubereiten, erschwert und verwehrt werden. Assange hatte unter anderem Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt, anhand von Dokumenten und Videos, die ein ehemaliger Angehöriger der US-Streitkräfte, damals noch Bradley Manning, WikiLeaks zuspielte. Manning erklärte, dass er zuvor versuchte, die Daten an andere Medien weiterzugeben, wie der Washington Post und der New York Times - allerdings ohne Erfolg. Erst dann gab er sie an WikiLeaks.

Dass WikiLeaks diese Depeschen dann öffentlich gemacht hat, ist eigentlich durch die Pressefreiheit geschützt und legal. Deshalb bezeichnen Aktivisten und Experten den Fall um Assange auch als gefährlichen Präzedenzfall gegen die Pressefreiheit. Die USA hingegen werfen Assange Spionage und Verschwörung vor.

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