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"Was ist los?" – Putin spricht bei Treffen mit deutschen Wirtschaftsvertretern plötzlich deutsch

"Was ist los?" – Putin spricht bei Treffen mit deutschen Wirtschaftsvertretern plötzlich deutsch
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich am Freitag in Sotschi mit Vertretern der deutschen Wirtschaft getroffen. Während sie vorab des Normandie-Treffens über die Entwicklungsperspektiven der russisch-deutschen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen angesichts gegenseitiger Sanktionen diskutierten, unterbrach Putin kurz, um deutsch zu sprechen.

Offenbar sind einem deutschen Vertreter bei einer Veranstaltung kurz vor dem Treffen der Staatsoberhäupter der Länder, die am Minsker Abkommen beteiligt sind, die Kopfhörer mit der Simultanübersetzung heruntergefallen. Putin bemerkt das und fragt:

Was ist los?

Dann schlussfolgert er – ebenfalls auf Deutsch:

Ah ja, runtergefallen. Dann erzähle ich es später. [Ist] ganz uninteressant, was ich sagen werde. 

Putin hat mehrere Jahre in der DDR gelebt und stellt immer wieder seine Fähigkeit, deutsch zu sprechen, unter Beweis. 

Bei einem neuen Gipfeltreffen im sogenannten Normandie-Format soll ein erneuter Versuch unternommen werden, den Konflikt in der Ostukraine zu entschärfen. Wegen der Ukraine-Krise erließ die EU Sanktionen gegen Russland, woraufhin Russland ebenfalls Sanktionen gegen die EU ins Leben rief. Das Treffen findet heute zwischen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij sowie Wladimir Putin in Paris statt. Mit dem Machtwechsel in der Ukraine hoffen Beobachter auf eine neue Dynamik in Bezug auf die Umsetzung des Minsker Abkommens und der Friedensfortschritte in der Ukraine, aber auch darauf, dass die Sanktionen zwischen der EU und Russland abgebaut werden. 

Diese Hoffnung äußerte auch die stellvertretende Vorsitzende des Ost-Ausschusses und Vorsitzende des Aufsichtsrats der CLAAS Gruppe, einem der weltweit führenden Hersteller von Landtechnik, Cathrina Claas-Mühlhäuser. 

Lassen Sie mich ganz ehrlich zu Ihnen sein: Die Geschäftswelt setzt große Hoffnungen auf das Pariser Treffen. Nach fünf herausfordernden Jahren voller Konflikte und wirtschaftlicher Probleme gibt es endlich gute Nachrichten und eine Chance für politische Einheit. [...] Um diesen Fortschritt langfristig zu gewährleisten, möchten wir einen Dialog zwischen Russland und Europa über die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok aufnehmen. Wir glauben, dass dies der Weg ist, um die Spaltung auf unserem Kontinent zu überwinden.

Sie hoffe, dass das Treffen endlich einen Weg heraus aus den Sanktionen einläutet: 

Fortschritte im Minsker Friedensprozess sind auch der Schlüssel zum Abbau der gegenseitigen Sanktionen. Wir haben immer die Position vertreten, dass die EU nicht mit der Beseitigung der Sanktionen warten darf, bis das Minsker Abkommen komplett umgesetzt ist, sondern dass der Abbau der Sanktionen entlang der Fortschritte des Friedensprozesses erfolgen muss – Schritt für Schritt. [...] Wenn wir die politischen Spannungen nicht überwinden können, werden wir das große Potenzial der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf unserem Kontinent sicherlich nicht ausschöpfen können, und wir werden hinter den Vereinigten Staaten und China zurückfallen. Leider haben wir in der Tat Zeit verloren. Der russisch-deutsche Handel liegt nach wie vor hinter dem Allzeithoch von 2012 zurück.

Auch Putin betonte, dass Russland großes Interesse daran habe, die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland wieder zu entfesseln:

Deutschland ist nach der Volksrepublik China der zweitgrößte Außenhandelspartner Russlands. Deutschland hat vor Kurzem den ersten Platz belegt. Ich hoffe, wir werden darauf zurückkommen.

Er dankte den deutschen Wirtschaftsvertretern für deren Einsatz und Pragmatismus:

Wir schätzen den Pragmatismus und die Bereitschaft der deutschen Wirtschaft zur Zusammenarbeit sehr und wollen die konsequente Entwicklung der bilateralen Beziehungen fortsetzen, was natürlich im langfristigen Interesse beider Länder sein wird.

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