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"Tratschweiber" der NATO – Trudeau, Macron und Johnson beim Lästern über Trump erwischt

"Tratschweiber" der NATO – Trudeau, Macron und Johnson beim Lästern über Trump erwischt
Als gestern die Staatsoberhäupter der NATO-Allianz zum Empfang im Buckingham-Palast zusammenkamen, waren natürlich auch Kameras allgegenwärtig. Dies schien aber vier der höchsten Politker nicht davon abzuhalten zu können, über US-Präsident Donald Trump zu lästern.

In einem Video stehen Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, der kanadische Premierminister Justin Trudeau, der britische Premierminister Boris Johnson sowie der französische Präsident Emmanuel Macron beisammen.

Johnson fragt Macron mit schelmischen Grinsen, der ja zuvor eine Pressekonferenz gemeinsam mit dem US-Präsidenten Trump hatte, die 45 Minuten gedauert haben soll: "Kommst Du deshalb zu spät?"

Macron antwortet etwas, was vom Mikrofon nicht aufgefangen wird, aber Trudeau bemerkt dann: Weil er aus dem Stand eine vierzigminütige Pressekonferenz gehalten hat!

Etwas später fügt er hinzu: Man konnte richtig sehen, wie seinem Team die Kinnladen... runterklappten.

Zwar ist unklar, was genau Trudeau meinte, als er sagte, dass "die Kinnladen runterklappten". Und der Name Trump wird auch gar nicht erwähnt. Doch spätestens, als Rutte hinzufügt "Fake News Media", sollte klar geworden sein, wer hier das Gesprächsthema war. Denn schließlich es ist Trump, der diesen Begriff geprägt hat.

Auf Twitter sorgt das Video für große Erheiterung. Mehrere Nutzer bezeichneten die vier "Tratsch-Tanten" bereits als "Housewifes of NATO". 

Auch Trump selbst hat das Video offenbar schon gesehen, denn er sagte heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin Merkel zu dem Verhalten des kanadischen Premierministers: "Nun, er ist falsch. Auch wenn er eigentlich ein netter Typ ist." Der US-Präsident erklärte sich die Spitze von Trudeau damit, dass er von Kanada verlangt, die Ausgaben für die NATO zu erhöhen.

"Ich kann mir schon vorstellen, dass er darüber nicht glücklich ist. Er zahlt keine zwei Prozent, obwohl er zwei Prozent zahlen sollte."

Trump verlangt von allen NATO-Mitgliedsstaaten, dass sie ihre Verteidigungsbudgets auf mindestens zwei Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes (BIP) erhöhen.

Als Trump daher auch Trudeau bei einem gemeinsamen Auftritt vor der Presse darum bat, eine Zahl für die Verteidigungsausgaben Kanadas zu nennen, wich Trudeau aus und betonte, dass Ottawa "bei jedem NATO-Einsatz dabei war", musste dann aber einen Mitarbeiter hinzuziehen, um die genaue Zahl zu bekommen, die er dann als 1,4 Prozent des kanadischen BIP angab.

Die tatsächlichen Verteidigungsausgaben Kanadas liegen allerdings bei 1,27 Prozent des BIP von Kanada. 

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