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Ein Schelm, wer Böses denkt: US-Gesandter für Venezuela – Wollen Ölförderung dort demokratisieren

Ein Schelm, wer Böses denkt: US-Gesandter für Venezuela – Wollen Ölförderung dort demokratisieren
Der US-Sondergesandte für Venezuela, Elliott Abrams, hat am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Washington, D.C. strengere Sanktionen gegen Venezuela angekündigt, um dem "Regime seine Ressourcen" zu entziehen und eine "Rückkehr zur Demokratie" in dem Land zu ermöglichen. Deshalb würden die USA auch den Ölgiganten Chevron und eine "Anzahl von Dienstleistungsunternehmen" bei der Wiederherstellung der Ölförderung in Venezuela unterstützen, natürlich ausschließlich "im Dienste der Demokratie".

Abrams warf der Maduro-Regierung in Venezuela vor, dass das venezolanische Volk noch nie aus den Öleinnahmen profitiert habe.

Das venezolanische Volk hat nie von den Öleinnahmen unter dem Maduro-Regime profitiert, denn es hat venezolanisches Rohöl verwendet, um Werkzeuge zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung zu bezahlen, und Milliarden von Dollar abgezapft, um Bankkonten der Regimeteilnehmer zu unterhalten.

Der ehemalige venezolanische Präsident Hugo Chávez trieb die Verstaatlichung der Ölförderung in Venezuela massiv an und setzte sie 2007 per Dekret um. Er holte für die PDVSA große Teile der Ölfelder zurück und forderte von internationalen Ölgesellschaften wie ExxonMobil deren Anteile an Venezuela zurück zu verkaufen. Ziel war es, dass mindestens 60 Prozent der Einnahmen aus den Ölförderungsprojekten zurück nach Venezuela fließen und diese nur als Gemeinschaftsunternehmen zwischen der PDVSA und ausländischen Konzernen stattfinden. Von den Änderungen waren auch Chevron und Total, British Petroleum und Statoil aus Norwegen betroffen. Mit den Öleinnahmen werden seit 2003 soziale Programme finanziert. Das Unternehmen gab aber auch Öl zu besonders günstigen Preisen an andere Staaten ab, etwa an die USA, um dort verarmten Bürgern günstiges Heizen zu ermöglichen. 

Auch der jetzige Präsident Maduro setzte die Politik fort. Unter anderem durch massives Investitions-Missmanagement begann die PDVSA allerdings, immer mehr zu straucheln. Während die venezolanische Regierung ausländische Drahtzieher im Unternehmen beschuldigt, behaupten die USA etwa, dass die massive Korruption der venezolanischen Regierung Schuld sei. 

Doch zahlreiche weitere Faktoren spielen eine Rolle. Venezuela ist massiv vom Import abhängig. Der Ölpreisfall 2014 machte dem Unternehmen und auch dem Import-Geschäft massiv zu schaffen und resultierte in eine Versorgungskrise.

Unter Trump wurden Sanktionen gegen den venezolanischen Ölsektor verhängt und Zahlungen an das Unternehmen PDVSA gekappt und eingefroren. Die venezolanische Regierung macht vor allem das US-angeführte Sanktions-Regime und das Einfrieren von venezolanischen Geldern für die Krise in Venezuela verantwortlich. 

Wie Abrams nun erklärte, wolle man die Ölförderung in Venezuela "wieder demokratisieren" und deshalb den Ölgiganten Chevron und einer "Anzahl von Dienstleistungsunternehmen" unterstützen, um "ihnen zu bei der Wiederherstellung der Ölförderung zu helfen, nachdem das Regime ersetzt wurde und die Demokratie wiederhergestellt ist". 

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