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Assanges Vater bei Protest für Julian: Es tut sich was – Wir werden gewinnen

Assanges Vater bei Protest für Julian: Es tut sich was – Wir werden gewinnen
Vor dem britischen Innenministerium haben sich gestern zahlreiche Unterstützer des inhaftierten Journalisten Julian Assange versammelt, um die Behörden dazu zu bewegen, ihn nicht an die USA auszuliefern, sondern den Familienvater freizulassen. Sein Vater, John Shipton, besuchte ebenfalls die Veranstaltung und hielt eine Rede zu den jüngsten Entwicklungen. Es scheint ihm, als würde Bewegung in den Fall kommen. Auch zeigte er sich zuversichtlich: "Wir werden gewinnen!"

Wie er zu Beginn seiner Rede erzählte, sei nun die ganze Familie von Assange in London zusammengekommen, um den Kampf für seine Freilassung weiterzuführen. Julian Assanges Cousin hatte ihn auf die Bühne begleitet. Shipton dankte Assanges Unterstützern und ermutigte sie, nicht aufzugeben:

Wir stehen hier vor einer großen Aufgabe, die wir alle gemeinsam bestreiten – nämlich dafür zu sorgen, dass Julian von der Verfolgung befreit wird, die nun seit neun Jahren stattfindet. Wir können zwar nicht nur gewinnen, aber ich sage euch, diesmal werden wir gewinnen. Es gab nun den Leitartikel in der New York Times – dass er nicht ausgeliefert werden sollte. Der Guardian sieht auch endlich das Problem, dass Julian nicht ausgeliefert werden sollte. Das Parlament in Australien kommt zu sich und sagt, dass es eine Gruppe gebildet hat, die will, dass Julian so schnell wie möglich nach Australien zurückkehrt. 
Die italienische Regierung, mit der ich am Donnerstag zusammentreffe, bildet einen Ausschuss, um das Vereinigte Königreich zu ermutigen, Julian nach Hause zu bringen. In der deutschen Regierung, die Vereinten Nationen in Genf, all diese Menschen mit Ihnen und uns werden dafür sorgen, dass Julian Assange die Freiheit bekommt, bei seiner Familie zu sein und einen Kaffee zu trinken und das Leben zu genießen, anstatt 99 Jahre ohne Sonnenlicht zu verbringen. Ich möchte euch allen danken, und wir werden das hier gewinnen!

Neben Assanges Vater besuchte auch die britische Rapperin Mathangi Arulpragasam, besser bekannt als M.I.A., die Veranstaltung und gab aus Solidarität zu Assange ein kleines Konzert.

Zahlreiche Demonstranten verfolgten die Kundgebung in der britischen Hauptstadt. Einige trugen Masken des WikiLeaks-Gründers, andere brachten Plakate für ihn mit. Auch die berühmte Designerin und treue Assange-Unterstützerin Vivienne Westwood nahm an der Protestaktion teil.

Assange steht ein US-Auslieferungsersuchen wegen Spionageanklagen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von ihm zugespielten geheimen militärischen und diplomatischen Dokumenten und Videos im Jahr 2010 bevor. Seine Anhörung ist für Februar geplant.

Assange hatte sich 2012 aus Angst vor einer Auslieferung in die USA in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Vor etwa einem halben Jahr wurde ihm dort unter dem neuen Präsidenten Ecuadors das Asyl entzogen, und britische Behörden verhafteten ihn. Seither sitzt er im Londoner Belmarsh-Gefängnis ein, da er gegen britische Kautionsbedingungen verstoßen hatte. Weil laut einem britischen Gericht Fluchtgefahr besteht, wird Assange bis zu seiner Verhandlung über eine Auslieferung in die USA im Gefängnis bleiben. 

Für seine Unterstützer ist Julian Assange ein Held, der durch seine Veröffentlichungen Kriegsverbrechen durch die USA aufgedeckt und für alle Welt zugänglich gemacht hat. Auch Menschenrechtsvertreter und Experten ergreifen Partei für Assange und prangern dessen Verfolgung, Isolation und psychische Folter an. Auch sie sprechen sich gegen eine Auslieferung in die USA aus, da ihm in den USA neben lebenslanger Haft auch Folter oder gar die Todesstrafe drohen.

Journalisten wiederum, die Assange unterstützen, argumentieren, dass er nichts Unrechtes getan habe, sondern lediglich im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit agiert und ihm zugespielte Informationen veröffentlicht hatte, was durch das Presserecht geschützt ist. 

Netzpolitik.org, eine selbsterklärte Plattform für digitale Freiheitsrechte, schreibt dazu etwa: 

Whistleblower, Informanten und die Weitergabe von geschützten Informationen sind eine Säule des Journalismus. Eine Aufgabe des Journalismus ist die Kontrolle von Regierungen. Das beinhaltet auch, dass geheime Informationen öffentlich gemacht werden. Geschützt wird diese Praxis durch die Pressefreiheit. 

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