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Syrien: "Sie töten unsere Kinder und ihr tut nichts" – Kurden stellen sich US-Militärkonvoi entgegen

Syrien: "Sie töten unsere Kinder und ihr tut nichts" – Kurden stellen sich US-Militärkonvoi entgegen
In der syrischen Stadt Qamischli nahe der türkischen Grenze sind viele wütend darüber, dass die USA sich aus dem Gebiet zurückziehen, um einer türkischen Militärintervention in dem syrisch-türkischen Grenzgebiet zu weichen. Die Aufnahmen, die gestern von Ruptly veröffentlicht wurden, zeigen lokale Kurden, die sich dem Militärkonvoi in den Weg stellen, ihn kurz zum Anhalten zwingen und ihm Plakate entgegenhalten.

Auf einem Plakat steht: "Wir wollen in Frieden leben!" Auf einem anderen, das einer der Protestler den US-Soldaten entgegenhält, ist Folgendes zu lesen: 

An die US-Armee, die Nordost-Syrien verlässt: Erklärt euren Kindern, dass die Kinder der Kurden nun von den Türken getötet werden und ihr nichts unternommen habt, um sie zu schützen.

Nach kurzem Protest begaben sich die Demonstranten zur Seite, und der Konvoi passierte. 

Andere Aufnahmen aus der nordsyrischen Stadt Qamischli zeigten US-Militärfahrzeuge beim Rückzug, die von Anwohnern mit Steinen und verfaultem Gemüse beworfen werden.

US-Verteidigungsminister Mark Esper gab bekannt, dass nach den derzeitigen Plänen alle US-Truppen, die Syrien verlassen – etwa 1.000 Soldaten – Richtung Irak aufgebrochen seien, um sich dort einem bestehenden 5.000 Mann starken US-Kontingent anzuschließen. US-Präsident Donald Trump hatte allerdings zuvor geschworen, die US-Truppen "nach Hause" zu bringen. Außerdem betonte er gestern, dass die USA weiterhin in Syrien "Öl schützen" würden. Zudem werde "eine kleine Anzahl von Truppen in Syrien nahe Jordanien und nahe Israel" verbleiben. 

Die Türkei hatte am 9. Oktober ihre vielfach angedrohte militärische Offensive mit dem Titel "Operation Friedensquelle" in dem syrischen Grenzgebiet begonnen. Laut der türkischen Regierung soll durch die Offensive eine "sichere Zone" in Nordost-Syrien geschaffen werden, in die syrische Flüchtlinge aus der Türkei zurückgeführt werden sollen. Außerdem will die Türkei bewaffnete Kurden in der Region vor seinen Grenzen eliminieren und vertreiben, die die Türkei als Terroristen ansieht.

Die Kurden wiederum fühlen sich im Stich gelassen. Sie hatten mit den US-Militärs in Syrien zusammengearbeitet und die Terroristen des selbsternannten Islamischen Staats bekämpft. Dass die USA sie nun der türkischen Offensive überlassen, die die Türkei mit Hilfe sogenannter "gemäßigter Rebellen" vornimmt, die Kritiker als islamistische Extremisten einstufen, empfinden die kurdischen Truppen als Verrat. 

Trump verteidigte sich gestern aber folgendermaßen:

Ich will dort keine Truppen lassen. Dort ist es sehr gefährlich. Wissen Sie, wir hatten 28 Einheiten, wie sich herausstellte. Die Leute sagten 50, aber es waren 28. Und dort gab es eine Armee auf beiden Seiten dieser Truppen. Diese Truppen wären ausgelöscht worden. Ich denke nicht, dass es nötig ist, außer dass wir das Öl an einem etwas anderem Bereich gesichert haben, und wir haben das Öl gesichert. [...] Wir arbeiten mit den Kurden zusammen. Wir haben ein gutes Verhältnis zu ihnen. Aber wir haben nie zugestimmt, die Kurden zu schützen. Wir haben dreieinhalb bis vier Jahre lang mit ihnen gekämpft. Wir haben aber niemals gesagt, die Kurden für den Rest ihres Lebens zu schützen.

Sein Vizepräsident Mike Pence war nach Beginn der türkischen Offensive nach Ankara gereist und handelte dort eine Waffenruhe aus, während dieser die kurdischen Kräfte das Gebiet räumen sollen, um eine solche "Sicherheitszone" zu schaffen. Sie gilt bis heute. Es soll trotz der Waffenruhe zu Zusammenstößen gekommen sein, aber auch zu Rückzügen kurdischer bewaffneter Kräfte.

Trump betonte dazu:

Der Waffenstillstand hält an. Die Kurden bewegen sich in sicherere Gebiete jenseits der 'sicheren Zone', wie wir sie nennen. Eine solche sichere Zone zu haben, ist keine schlechte Sache, sondern eine gute. Viele Türken wurden wegen Konflikten an ihrer Grenze getötet.

Der türkische Militäreinsatz sowie die US-Truppen in Syrien finden gegen den Willen der syrischen Regierung statt und gelten deshalb als völkerrechtswidrig. 

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