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Eine Tour durch das Höhlennetz "gemäßigter Rebellen" im syrischen Idlib

Eine Tour durch das Höhlennetz "gemäßigter Rebellen" im syrischen Idlib
Einer Gruppe von ausländischen Reportern wurde am Mittwoch auf einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Reise nach Syrien ein ausgeklügeltes Höhlennetz in der strategischen nordwestlichen Provinz Idlib gezeigt, das als eine große Rebellenbasis genutzt worden sein soll.

Die Höhlen in Latamna waren geräumig genug, um Fahrzeuge darin unterzubringen und konnten bis zu 5.000 Rebellen beherbergen, so die Offiziere der syrischen Armee, die die Gruppe durch die Höhlen begleiteten. Colonel Ali Rami sagte, dass insgesamt zehn Höhlen gefunden wurden, die eine Operationsbasis und sogar ein Gefängnis beherbergen.

Etwa 3.500 Terroristen sollen sich hier vor ihrer Niederlage im August in den Höhlen versteckt haben. Sie verwandelten ihren 10.000 Quadratmeter großen Unterstand in eine Hochburg, von der aus sie autonom agieren konnten. Zahlreiche Kisten mit Munition und Waffen, darunter offenbar amerikanische TOW-Panzerabwehrraketen, liegen noch immer in den Tunneln.

Neben der Kommandozentrale und den Käfigen für Gefangene gab es in der Höhle auch eine Drohnenfabrik, die unbemannte Fluggeräte für Überwachungsmissionen und die Lieferung von Bomben herstellte. Einige der dort hergestellten Drohnen waren so weit fortgeschritten, dass sie eine Höhe von 4.000 Metern erreichen und Entfernungen von bis zu 150 Kilometern zurücklegen konnten.

Zu den Entdeckungen gehörte auch ein unterirdisches Krankenhaus. Von diesem sagt die syrische Armee, dass diese medizinische Einrichtung nicht nur zur Behandlung verwundeter Kämpfer diente, sondern auch als Filmset. Damaskus behauptet, dass das provisorische Studio der Ort ist, an dem die berüchtigte, vom Westen unterstützte Hilfsgruppe Weißhelme das Video eines inszenierten Chemieangriffs in Chan Schaichun im Jahr 2017 gedreht hat.

Damals wurde prompt Damaskus die Schuld für den Vorfall gegeben, der nie endgültig geklärt wurde. Die Videos der Weißhelme genügten den USA als Vorwand, Syrien mit Raketen anzugreifen.

Und tatsächlich haben die Weißhelme auch Spuren in dem Höhlenkonstrukt hinterlassen. Hier sieht man eine der Uniformen der Weißhelme zwischen Trümmern in den Höhlen.

Eine Tour durch das Höhlennetz "gemäßigter Rebellen" im syrischen Idlib

Die Höhlen befinden sich in der Nähe der Stadt Chan Schaichun, die letzten Monat nach einer massiven Offensive durch syrische Truppen, die von russischen Militärs unterstützt wurden, an die Kräfte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad fiel. Obwohl die Terroristen die Tunnel verlassen haben, bleibt die unterirdische Festung ein gefährlicher Ort. Minenräumer arbeiten nun in der Höhle, um festzustellen, welche Sprengsätze von den sich zurückziehenden Militanten hinterlassen wurden und welche Gefahr noch von ihnen ausgeht.

Idlib, das an der Grenze zur Türkei liegt, ist die letzte große Rebellenhochburg im achtjährigen Bürgerkrieg des Landes, und seit dem 30. April sind syrische Truppen in der Offensive, um die volle Kontrolle über das Gebiet zu übernehmen.

Die Offensive hat zu Spannungen zwischen Russland und der Türkei geführt, die vor einem Jahr ein Deeskalationsabkommen für Idlib getroffen haben. Russland betont, dass von diesem Abkommen von Anfang an Terroristen ausgenommen waren. Nach wiederholten Angriffen von diesen – trotz Waffenruhe – starteten Russland und Syrien eine Offensive auf sie. 

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