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Klima-Protestler blockieren Automesse in Frankfurt: "Die Städte müssen autofrei werden"

Klima-Protestler blockieren Automesse in Frankfurt: "Die Städte müssen autofrei werden"
Mehrere Hundert Klimaaktivisten der Protestgruppe "Sand im Getriebe" blockierten am Sonntag die Eingänge zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Die Gruppe will zivilen Ungehorsam leisten, um unter anderem die Städte "autofrei" zu machen und die "sofortige Einleitung einer Verkehrsrevolution" zu erzwingen.

"Wir fordern sowohl von der Politik als auch von der Wirtschaft, dass es zu einer Verkehrsrevolution kommt. Wir brauchen eine Änderung im Verkehr, die Zeit für größere Autos ist vor allem für Städte endgültig vorbei, und sie könnten autofrei sein", sagte Tina Velo, die Sprecherin von "Sand im Getriebe".

Auf der Webseite der Protestgruppe heißt es zur Aktion: 

Unser Ziel sind autofreie Städte, mehr Platz für Fuß- und Radverkehr sowie ein massiv ausgebauter und kostenloser Nahverkehr. Der politische Stillstand zwingt uns, die Verkehrswende selbst in die Hand zu nehmen.

Die Aufnahmen zeigen, dass Messebesucher einfach über die Blockade-Teilnehmer hinübersteigen, um zur Messe zu gelangen. Wie die Polizei auf Twitter schrieb, besetzten Teilnehmer auch Flucht- und Rettungswege sowie den Zugang für Rollstuhlfahrer. 

Die Polizei löste die Sitzblockaden mit Ankündigung auf, nachdem die Protestler mehrere Aufforderungen der Polizei, die Blockaden aufzugeben, ignoriert hatten. 

Außerdem soll ein Messebesucher verletzt worden sein. Die Polizei schreibt: "Im Bereich des Messeeingangs City wurde uns eine Körperverletzung durch Blockierende zum Nachteil eines Messebesuchers angezeigt. Wir sind vor Ort und nehmen den Sachverhalt auf."

Die Protestler sehen sich im Recht. "Sand im Getriebe" meint, dass "die drohende Klimakatastrophe nur noch durch sofortige, radikale Maßnahmen abgewendet werden kann."

Und weiter: "Doch für die Autoindustrie? Gilt weiterhin rücksichtsloser Profit als Maxime. [...] Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) ist ihre Bühne. Dort treffen sich Konzernbosse und Verkehrsminister – und erschaffen gemeinsam ihr glitzerndes Image. Das Klima zahlt die Rechnung ihrer fossilen Statussymbole."

Die 68. Internationale Automobil-Ausstellung 2019 öffnete am 14. September ihre Pforten für Besucher und dauert bis zum 22. September. Die Messe gilt als eine der größten und wichtigsten Automobilmessen der Welt.

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