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München: Solidaritätskundgebung für Sea-Watch-Kapitänin Rackete vor italienischem Konsulat

München: Solidaritätskundgebung für Sea-Watch-Kapitänin Rackete vor italienischem Konsulat
Gestern haben sich vor dem italienischen Konsulat in München Demonstranten zu einer Solidaritätskundgebung für die Kapitänin des Rettungsschiffes Sea-Watch 3, Carola Rackete, versammelt. Sie wurde am Samstag verhaftet, nachdem sie das Schiff trotz des Verbots der italienischen Behörden in den italienischen Hafen von Lampedusa überführt hatte.

Die Teilnehmer hatten Schilder mitgebracht, auf denen sie ihre  Unterstützung für Rackete zum Ausdruck brachten. Diese widersetzte sich der Politik des italienischen Innenministers Matteo Salvini, "geschlossene Häfen" zu akzeptieren, und hat mit 40 Migranten im Hafen von Lampedusa angelegt.

Die Bürgermeister-Kandidatin von München, Katrin Habenschaden (Grüne), und der Kapitän der NGO Mission Lifeline, Claus-Peter Reisch, waren unter anderem bei den Protesten dabei.

"Ich meine, man kann die Menschen doch nach Malta oder Lampedusa bringen, und von dort aus werden sie dann über Europa verteilt, aber man muss sich zuerst endlich auf einen staatlichen Verteilungsschlüssel einigen", sagte Reisch, der selbst in Malta verhaftet wurde, nachdem er im Juni 2018 234 Migranten vor der libyschen Küste gerettet hatte.

Er fügte hinzu: "Das Jahr 2019 wird, denke ich mal, als das bisher tödlichste Jahr in der Geschichte der Seenotrettung im zentralen Mittelmeer eingehen. Es gibt so viele Tote wie nie zuvor. Die Überlebensrate liegt zwischen 1 zu 4 und 1 zu 6, d. h., auf vier Überlebende kommt ein Toter, und die Quote bewegt sich zwischen vier und sechs Überlebenden pro Toten. Das kann nicht sein. [...] Die Fischer aus Tsarzis berichten wöchentlich, dass sie in ihren Fischernetzen Leichen finden."

Rackete, die sich jetzt in Lampedusa unter Hausarrest befindet, könnte bei einer Verurteilung mit zehn Jahren Gefängnis rechnen.

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