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Ehemaliger ukrainischer Geheimdienstler über MH17: "Poroschenko wusste vorher Bescheid"

Ehemaliger ukrainischer Geheimdienstler über MH17: "Poroschenko wusste vorher Bescheid"
Der ehemalige ukrainische Geheimdienstoffizier Wassili Prosorow zeigt bei der Pressekonferenz in Moskau am 25. März 2019 seinen SBU-Dienstausweis.
Der bislang größte Whistleblower im ukrainischen Militär Wassili Prosorow gab am 25. März in Moskau eine Pressekonferenz. Er war von Anfang des Bürgerkrieges in der Ostukraine bis Ende 2017 Stabsoffizier und lieferte geheime Informationen an Russland.

Bezüglich der MH17-Katastrophe, bei der alle Fluggäste und die Besatzung ums Leben kamen, gibt es neue Details: Wassili Prosorow, ein ehemaliger Oberstleutnant des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, hat bei einer Pressekonferenz erklärt, dass der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko im Voraus über den geplanten Abschuss der malaysischen Passagiermaschine Bescheid wissen musste – und auch, warum.

Ebenso interessant sind seine Ausführungen zur Beteiligung von EU-Bürgern an der Ausbildung der rechtsextremen sogenannten "Territorialbataillone" in der Ukraine, wie etwa "Asow" oder "Dnepr", denen diverse Gräueltaten vorgeworfen werden.

Oberstleutnant Prosorow arbeitete von 1999 bis 2018 für den ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU und bekam zahlreiche Auszeichnungen. Nach dem gewaltsamen Machtwechsel im Februar 2014 stellte er sich gegen die neuen Machthaber und spionierte sie aus.

"Weil sie mehrfach gegen die Verfassung verstoßen haben und im Endeffekt einen Krieg gegen die Zivilsten entfesselten", erklärte er vor der Presse. Vor über einem Jahr floh er mit seiner Familie nach Russland. Nun will er seine Erkenntnisse an die Öffentlichkeit bringen und gab am 25. März in Moskau eine Pressekonferenz – am Gründungstag des ukrainischen Geheimdienstes SBU. 

Komplette Pressekonferenz auf Russisch: 

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