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Paris: "Ins Gesicht geschossen" – Umstrittene Polizeiwaffe trifft Gelbwesten-Aktivist

Paris: "Ins Gesicht geschossen" – Umstrittene Polizeiwaffe trifft Gelbwesten-Aktivist
Zum 16. Mal in Folge zogen am Samstag Anhänger der Gelbwesten-Bewegung auf die Straßen Frankreichs. Wieder setzte die Polizei die umstrittenen "nicht-tödlichen" Tränengas- und Gummigeschosse gegen Protestler ein. Wie schon in der Vergangenheit mehrfach passiert, verletzte ein solches Geschoss, das eigentlich nur unterhalb der Taillenhöhe abgeschossen werden darf, angeblich einen Demonstranten im Gesicht.

Der schreckliche Moment, in dem der Mann im Gesicht getroffen wird, wurde von einer der vielen Handy-Kameras festgehalten.

Zeugen waren sich sicher, dass das Geschoss aus einer der umstrittenen Aufstandswaffen Frankreichs abgefeuert worden ist.
Der Vorfall ereignete sich, als Demonstranten versuchten, Polizeigeschossen zu entkommen, die von der Polizei in der Nähe des berühmten Arc de Triomphe abgefeuert wurden. Sekunden später geht ein Mann zu Boden, Ersthelfer eilen zu ihm, Blut tropft.

Es ist unklar, ob die Verletzung lebensbedrohlich war. Laut Zeugen wurde das Opfer von einem sogenannten defensiven Kugelschusswerfer, bekannt als LBD-40, getroffen. Diese umstrittene Waffe soll für Dutzende von Verletzungen und Verstümmlungen regierungsfeindlicher Gelbwesten verantwortlich sein.

Die Waffe feuert 40-mm-Gummigeschosse mit einer Geschwindigkeit von 100 Metern pro Sekunde ab, die offiziell als nicht tödlich gelten. Die Polizei sagte später, dass der verletzte Mann von den Rettungsdiensten in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Ermittler werden nun den Vorfall untersuchen, um festzustellen, wer verantwortlich war.

Am Samstag sollen etwa 40.000 Gelbwesten zum Protest in ganz Frankreich auf die Straßen gegangen sein, damit etwa 6.000 Teilnehmer weniger als am vorausgegangenen Samstag.  

Die Bewegung formierte sich im November letzten Jahres, nachdem die Regierung Kraftstoffsteuererhöhungen angekündigt hatte und die Wut über eine allgemeine Verschlechterung des Lebensstandards bei Zehntausenden Menschen überkochte. Seither ziehen die Anhänger der Bewegung jeden Samstag zum Protest gegen die neoliberale Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf die Straßen.

Seit Beginn der Demonstrationen wurden über 2.000 Menschen verhaftet, und bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei wurden Dutzende von Demonstranten verletzt.

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