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Journalist reist nach Venezuela, um sich selbst Bild von "humanitärer Krise" zu machen

Journalist reist nach Venezuela, um sich selbst Bild von "humanitärer Krise" zu machen
In zahreichen internationalen Medien wird ein düsteres Bild von dem demokratisch gewählten, venozelanischen Präsidenten Nicolás Maduro gezeichnet. Der Tenor lautet, dass der "Diktator Maduro" sein eigenes Volk aushungert. Dieses zielt darauf ab, ein polarisiertes Venezuela zu spalten, in dem die Armen die Regierung immer noch unterstützen, während die Unterstützer der Opposition von der Krise profitieren, meint der unabhängige Journalist Max Blumenthal gegenüber RT.

Die Medien meinen, dass die gesamte venezolanische Gesellschaft – natürlich sind Maduro selbst und sein "korrupter innerer Kreis" davon ausgenommen – dringend auf Nahrung und lebensnotwendige Güter angewiesen ist. Blumenthal hat sich nach Venezuela begeben und reist durch verschiedenen Teile des Landes, um sich selbst anzusehen, wie die Lage in Venezuela wirklich ist.

"Das Problem hier sind die Inflation und die Spekulation, die Kapitalisten vorantreiben", sagte Blumenthal gegenüber RT aus Caracas und erklärte, dass viele Menschen zwar unter der massiven Hyperinflation litten, die durch den sinkenden Ölpreis und die US-Sanktionen ausgelöst wurde, die Grundversorgung die Bevölkerung aber fast nichts koste.

"Die Besitzer der größten Lebensmittelkonzerne begehen einen Mord an dieser Wirtschaft. Und die US-Sanktionen erlauben es ihnen tatsächlich, Waren zu horten und maximalen Gewinn zu erzielen", sagte der Journalist. "Die Ironie hier ist, dass viele der Anhänger der Opposition und der großen Wirtschaftskräfte hinter der Opposition tatsächlich von der Wirtschaftskrise profitieren."

Der amerikanische Autor, Journalist und Blogger kam an der Kasse eines prall mit Produkten gefüllten Supermarktes in Caracas zu dem Schluss, dass Washingtonmithilfe der Massenmedien, die vollständig in die venezolanische Opposition "eingebettet" sind, absichtlich versucht, eine "Interventionspropagandashow" zu veranstalten.

In dem Supermarkt gab es quasi alles, was er auch in den USA hätte kaufen können. Er spottet: "In Venezuela habe ich unendliche Kaufkraft, weil ich Dollar besitze, und die Diktatur des Dollars kontrolliert die Welt."

Dann erzählt er, dass seine Kreditkarte nicht funktionierte und er seine Waren in Dollar bezahlen musste. Blumenthal meint: "Das Problem hier in Venezuela ist nicht Nahrungsmittelknappheit oder mangelnde Verteilung, sondern die Kaufkraft der Venezolaner, die komplett zerstört wurde, da ihre Währung durch die Hyperinflation so sehr geschwächt wurde, und die Flut an Dollar, die die Regierung nicht kontrollieren kann und die von kapitalistischen Oppositionellen gehortet werden, die gewaltiges Kapital aus dem Wirtschaftskrieg schlagen."

"Ich leugne sicherlich nicht, dass es hier eine Wirtschaftskrise gibt, weil es sie gibt. Und außerhalb von Caracas ist die Situation noch schlimmer", sagte Blumenthal und fügte hinzu, dass die Behörden aktiv daran arbeiteten, der Bevölkerung zu helfen. Auf einer Tour durch staatlich subventionierte Lebensmittelmärkte traf der Reporter auf Vizepräsidentin Delcy Rodríguez und den Bürgermeister der libanesischen Gemeinde Caracas' Erika Farías, die den Menschen vor Ort halfen.

"Auf staatlich subventionierten Lebensmittelmärkten rund um die Stadt werden Lebensmittel fast kostenlos an die Armen und Arbeitergemeinschaften verteilt. Und alle Arten von Lebensmitteln sind in der ganzen Stadt erhältlich", merkte der Amerikaner an. "Das ist echte humanitäre Hilfe mit venezolanisch produzierten Waren, die von lokalen Gemeinschaften geliefert werden, und der Grund, warum sie das tun, ist zu beweisen, dass sie diese USAID nicht brauchen."

Als der Journalist einen solchen Markt außerhalb von Caracas besuchte, stieß er auch auf Produkte, die es laut CNN in Venezuela gar nicht mehr gibt. Dort, wo "Hunderte von Menschen" Grundnahrungsmittel zu billigsten Preisen "weit unter dem Marktwert" kauften, entdeckte er zum Beispiel "Zahnpasta, über die CNN sagte, dass sie in Venezuela nicht mehr existiert", erklärt Blumenthal.

Die Preise scheinen ihm zufolge auch für die Einheimischen ziemlich erschwinglich zu sein. Das Video zeigt Einheimische, die die Märkte mit großen Säcken voller Lebensmittel verlassen.

Es gibt Brot, Fleisch und Huhn, Nudeln, Trockenfisch und Gemüse, sogar handgemachte Seife auf dem Markt.

Viele arme Venezolaner, sagte Blumenthal, glaubten, dass ihre Krise auf die US-Sanktionen und das Fehlen der Milliarden von Dollar zurückzuführen sei, die Washington eingefroren oder verhindert hat, in die Wirtschaft einzufließen. Inzwischen sind diejenigen, die Maduro und die ganze Idee des Chavismo hassen, in der Regel viel reichere Menschen, "die am wenigsten die humanitäre Hilfe brauchen", meint Blumenthal.

"Diese Gesellschaft ist völlig polarisiert", schloss Blumenthal. "Und ich denke, was die USA und die Außenwelt unterschätzen, sinddie Widerstandsfähigkeit der Venezolaner und ihre Bereitschaft, sich zu wehren, die nicht nur Nicolás Maduro, sondern auch die Idee Venezuelas als souveränen Staat unterstützen, damit sie ihre wirtschaftliche Zukunft selbst bestimmen können."

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