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Moskau: In aller Seelenruhe herausspaziert – dreister Kunstdieb kurz nach Tat vom FSB gefasst

Moskau: In aller Seelenruhe herausspaziert – dreister Kunstdieb kurz nach Tat vom FSB gefasst
In der Moskauer Tretjakow-Galerie hat ein Mann unverhohlen ein Gemälde im Wert von umgerechnet rund 175.000 Euro gestohlen. Nach dem Motto "Dreistigkeit siegt" nahm der Dieb das Kunstwerk von der Wand ab, obwohl direkt neben ihm andere Ausstellungsbesucher standen. Anschließend spazierte er damit in aller Seelenruhe aus dem Museum heraus.

Doch der Grund zur Freude war nicht von langer Dauer. Den Dieb nahm die Polizei kurze Zeit später fest. Das gestohlene Gemälde wurde an einer Baustelle nahe Moskau unbeschädigt gefunden.

Das russische Kulturministerium erklärte, dass es sich um das Gemälde "Ai Petri. Krim" des berühmten russischen Landschaftsmalers Archip Kuindschi handelte. Es wird wohl noch heute in die Ausstellung zurückkehren.

Der Verbrecher ist offensichtlich kein Kunstliebhaber. Er verübte seine Tat aus niederen Beweggründen, nämlich kapitalistischen. Zumindest besagen dies die vorläufigen Angaben der Ermittlung. Der 31-Jährige wurde bereits bei einem anderen Raub in Zarechye, einer Stadt in der Nähe von Moskau, festgenommen. Außerdem ist er wegen Drogenbesitzes vorbestraft.

Das russische Kulturministerium kündigte an, künftig alle in der Moskauer Tretjakow-Galerie ausgestellten Gemälde mit elektronischen Sicherheitssensoren auszustatten.

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