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Spanien bangt um Kleinkind: Vier Tage nach Sturz in 107 Meter tiefen Schacht noch immer verschwunden

Spanien bangt um Kleinkind: Vier Tage nach Sturz in 107 Meter tiefen Schacht noch immer verschwunden
Anfangs waren sich die Rettungsdienste unsicher, ob der zweijährige Julen Jimenez am Sonntag wirklich beim Spazierengehen in den 107 Meter tiefen Brunnenschacht in Totalán bei Malaga gefallen ist. Dies gilt mittlerweile als gesichert, denn man fand Haare des Jungen in dem Schacht. Zudem fand man mit einer Kamera in 80 Metern Tiefe eine Naschtüte, die der Junge bei sich hatte.

Weiter hinunter ging es allerdings nicht, da verschüttete Erde ein tieferes Vordringen blockiert. Angeblich sollen Kinder die Steine, die auf dem 25 Zentimeter breiten Schacht zum Abdecken lagen, entfernt haben.

Mit jeder verstrichenen Stunde schwinden die Überlebenschancen des Jungen. Währenddessen durchleben die Eltern erneut die dunkelsten Stunden ihres Lebens und bangen um das Leben ihres Kindes. Erst vor zwei Jahren war Julens älterer, dreijähriger Bruder gestorben, nachdem er in Ohnmacht fiel und daraufhin an einem unentdeckten Herzfehler starb. Das Mitgefühl der Menschen geht über Spaniens Grenzen hinaus. Längst ist der Junge Thema in internationalen Medien. Spanien bangt um das Kind, Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens richteten Hoffnungsbotschaften an Julens Eltern. Dutzende Einwohner aus Totalán veranstalteten einen Marsch, um den Eltern beizustehen.

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Kritik an den schleppenden Rettungsarbeiten und den quasi ungesicherten Schacht macht sich in der Bevölkerung breit. Verschärfend hinzu kommt, dass sich nun Informationen verbreiten, nach denen der Schacht ohne Genehmigung gebohrt wurde. Das berichten Medien mit Berufung auf die Zeitung El País. Den Behörden liege eine solche nicht vor und noch immer sei unklar, wer den Schacht eigentlich gegraben hat.

Um Julen zu erreichen, arbeitet das Rettungsteam an einer Reihe von vertikalen und horizontalen Tunneln mit Bohrmaschinen und manuellen Vortrieben. Angel Garcia Vidal, Sprecher des Kollegiums der Ingenieure für Straßen, Kanäle und Häfen, erklärte:
"Wir werden einen vertikalen Gang bauen, aber vorher müssen wir eine Arbeitsebene von etwa 30 Metern Tiefe unter dem ersten Eingang des Hauptbrunnens bauen. Das würde bedeuten, viel Schmutz zu bewegen und dann ein Loch mit einem Durchmesser von etwa 1.200 Millimetern zu bohren, um, wenn wir eine Tiefe von 71 Metern erreichen, wo wir glauben, dass der Boden verstopft ist, unter dem sich Julen befindet, zu einem anderen horizontalen Gang zu gelangen, den wir manuell graben werden. Das Bohrloch wird 50 Meter lang sein und der letzte Gang vier Meter."

Hier können Sie die Rettungsarbeiten im Livestream verfolgen:

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