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"Wütend über Aussagen von Politikern und Youtubern" - Schüler gesteht massive Datenschutzverletzung

"Wütend über Aussagen von Politikern und Youtubern" - Schüler gesteht massive Datenschutzverletzung
Der 20-Jährige Hauptverdächtige, der sensible Daten Hunderter deutscher Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens veröffentlicht hat, war geständig. Auf Grund seines Alters, seines Geständnisses und nicht bestehender Fluchtgefahr ist der junge Mann wieder auf freiem Fuß. Er hatte private Daten von Politkern aller Bundestagsparteien – mit Ausnahme der AfD – veröffentlicht. Bei der Vernehmung gab er als Tatmotiv an, dass seine Opfer ihn mit Äußerungen verärgert hätten.

Der Generalstaatsanwalt der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Georg Ungefuk, sagte auf der Pressekonferenz gestern vor Journalisten, dass der Angeklagte, der noch bei seinen Eltern wohnt und die Schule besucht, am Montag verhört worden war und die Tatvorwürfe gestanden habe. Mangels Haftgründen wurde er wieder freigelassen.

"Zu seiner Motivation […] gab der Beschuldigte an, dass er die Daten ausgespäht und veröffentlicht hat, weil er sich über die betroffenen Geschädigten auf Grund von bestimmten öffentlichen Äußerungen geärgert habe", erklärte Ungefuk.


Der Schüler hatte sich mittels Phishingmails Zugang zu Dutzenden Mailaccounts verschafft. Über diese Postfächer gelangte er an Daten weiterer zahlreicher Politiker und anderer bekannter Personen, die er dann auf Twitter nach und nach in der Aufmachung als "Adventskalender" veröffentlichte. Darunter waren private Daten des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner, des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck, von Volker Kauder (CDU) und viele mehr. Es wurden private Daten wie Telefonnummern, Chats und Ausweisdokumente veröffentlicht.

Dr. Sabine Vogt, Leiterin der Abteilung für schwere und organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt, skizzierte einige Maßnahmen, die das Bundeskriminalamt (BKA) seit dem Vorfall ergriffen hatte, um schneller auf Cyberkriminalität reagieren zu können.

"Wir haben im Bundeskriminalamt für solche Vorfälle im Bereich der Cyberkriminalität eine 24/7-Erreichbarkeit eingerichtet, einen Knotenpunkt eingerichtet, um nationale und internationale Vorfälle von diesem Ausmaß schnell aufgreifen zu können", sagte sie.

Eine Untersuchung der bei dem Angeklagten beschlagnahmten Computer und Datenträger ist noch im Gange.

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