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Youtuber mit Migrationshintergrund in Chemnitz unterwegs: "Rechter Mob? Mir tut hier keiner was"

Youtuber mit Migrationshintergrund in Chemnitz unterwegs: "Rechter Mob? Mir tut hier keiner was"
Feroz Khan, Youtuber mit Migrationshintergrund und überzeugter AfD-Wähler, hat nach all den Schlagzeilen in den vergangenen Tagen über „Nazis“ und den „braunen Mob“ in Chemnitz den Selbsttest gemacht. Er wollte wissen, ob es als „dunkelhäutiger“ Mensch wirklich gefährlich ist, durch die „rechte Menge“ zu laufen.

„Ich bin heute nicht zum Mitlaufen hergekommen. Ich wollte mir das einfach mal angucken, mir ein Bild machen. Ich war auch bei der linken Kundgebung. Dann gab es hier noch die Pro-Chemnitz-Veranstaltung und die von AfD und Pegida. Ich wollte mir selber ein Bild machen, weil in den letzten Tagen das mediale Bild entstanden ist, dass man hier als Dunkelhäutiger überhaupt nicht durchlaufen kann und verfolgt wird. […] Ich bin mitten durch die Pro-Chemnitz-Kundgebung gelaufen. Mir hat keiner ein Haar gekrümmt.“

Zwar räumte er ein, dass ihn der eine oder andere böse Blick traf, aber alles sei in einem rechtlich legitimen Rahmen geblieben.

Er selbst studiert seit drei Jahren in Dresden, obwohl ihn Verwandte vor der Ausländerfeindlichkeit dort warnten. Er erklärt, dort noch nie fremdenfeindlich angegangen worden zu sein. Er gibt Medien die Schuld, die "die Sachsen" pauschalisierend als Rechte abschrieben und wirft ihnen Doppelstandards vor. „Flüchtlinge darf man nicht über einen Kamm scheren. Bei den Sachsen darf man das machen. Bei Rechten gibt es da auch keinen Unterschied.“ Er verstehe auch die Proteste und wundere sich, dass es solange gedauert hat, bis es zu solchen Protesten kommt.

Angesprochen auf "böse Blicke", die Menschen mit dem Aussehen eines Ausländers ernten und die sich als Opfer von Vorurteilen fühlen, erklärt er, beide Seiten nachvollziehen zu können. Ihn würden aber solche Blicke nicht aufregen. „Daran gehe ich nicht zu Grunde. Mich regen Morde, Vergewaltigungen, sexuelle Übergriffe, Totschlag und Raub auf, also was hier in Deutschland mittlerweile an der Tagesordnung ist.“

Khan ist Youtuber und kritisiert dort die Politik unter Bundeskanzlerin Merkel, besonders im Zuge der Flüchtlingskrise, die er als „grob fahrlässig und verantwortungslos“ beschreibt. Auch Linke kritisiert er regelmäßig, die auf Grund ihrer politischen Ideologie, Denkverbote hätten und Kritik an der Flüchtlingspolitik pauschal als rechts abstempeln. Er spricht - auch pauschal - vom linken Rassismus. Ebenso sind auch "Islamisten" sowie die „lasche Justiz“ in Deutschland regelmäßig Gegenstand in seinen Videos.

Diese hatte er auch bereits in einer Sendung des MDR kritisiert.

Immer wieder betont er, wie auch in diesem Video, dass besonders von einer Menschengruppe Gewalt und Kriminalität ausgehe, nämlich von "jungen Männern arabischer Herkunft". Darauf führt er die bösen Blicke und den Zulauf bei der AfD zurück, denn "die Menschen" hätten einfach Angst. Für Angst müsse sich ein Mensch nicht rechtfertigen. Da Politik und Justiz versagt haben, sieht er im AfD-Aufschwung eine Art Bewegung „Volk gegen Regierung“.

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