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"Mit ihm ist unsere Hoffnung gestorben": Donezk nach Attentat auf Sachartschenko in tiefer Trauer

"Mit ihm ist unsere Hoffnung gestorben": Donezk nach Attentat auf Sachartschenko in tiefer Trauer
Videoaufnahmen, die am Samstag veröffentlicht wurden, zeigen das Donezker Café Separ, in dem der Präsident der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, am Tag zuvor getötet worden war. Eine Anwohnerin erklärt, dass mit seinem Tod die Hoffnung auf eine Zukunft verloren ging.

"Die Stadt wurde verwaist. Ich konnte diese Nacht nicht schlafen. Tut mir leid, dass ich weinen muss. Wir haben die Hoffnung verloren. Als er unser Präsident war, hatten wir Vertrauen [in die Zukunft], wir fühlten uns sicher. Ich versichere Ihnen, dass wir ruhigen Gewissens friedlich schlafen konnten. [Wir wussten], dass niemand in die Stadt kommen wird. Also konnten wir ruhigen Gewissens schlafen. Und jetzt ist alle Hoffnung verloren", sagte sie unter Tränen.

Der 42-jährige Alexander Sachartschenko wurde kurz nach der Explosion ins Krankenhaus gebracht, wo er an seinen Verletzungen starb. Die Explosion ereignete sich am Freitagnachmittag. Laut Sachartschenkos Berater, Aleksander Kasakow, befand sich der Sprengsatz im Inneren des Cafés und die Explosion ereignete sich in der Nähe des Eingangs.

Am Samstagmorgen starb auch einer von Sachartschenkos Leibwächtern im Krankenhaus. Berichten zufolge wurden bei der Explosion elf weitere Menschen verletzt, darunter der Finanzminister der DVR, Alexander Timofejew. Allerdings schweben sie nicht in Lebensgefahr, erklärte Gesundheitsminister Aleksandr Oprischenko.

Die Generalstaatsanwaltschaft der DVR eröffnete ein Strafverfahren wegen des "Terroranschlags". Der neu ernannte Führer der Donezker Volksrepublik, Dmitri Trapeznikow, kommentierte den Tod seines Vorgängers mit den Worten: "Die ukrainischen Saboteure haben es geschafft, den Führer der Donezker Volksrepublik Alexander Sachartschenko zu töten".

Der russische Untersuchungsausschuss eröffnete ebenfalls ein Strafverfahren. Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, ist es offensichtlich, dass Kiew verwickelt ist. "Es geht um die Beteiligung des Kiewer Regimes, um diese Verdächtigungen – wir sagen es offen – und das ist offensichtlich", sagte Sacharowa.

Eine Sprecherin des ukrainischen Sicherheitsdienstes Elena Gitlyanskaya wies alle Vorwürfe zurück und sagte, dass die ukrainischen Sonderdienste nichts mit dem Tod Sachartschenkos zu tun hätten. "Die ukrainischen Sicherheitsdienste haben nichts damit zu tun. Unserer Meinung nach ist dies das Ergebnis von Kriegen zwischen lokalen Führern", fügte sie hinzu.

Sachartschenko ist nicht das erste bekannte Gesicht der Ostukraine, das einem Attentat zum Opfer fällt. Motorola und Givi, Spitznamen der zwei bekanntesten Bataillonsführer im Ukraine-Konflikt, wurden bei unterschiedlichen Sprengstoffattentaten 2016 und 2017 getötet. Sachartschenko nahm persönlich von beiden Abschied.

Zu Sachartschenkos Trauerfeier kamen Zehntausende Menschen. Regionale Medien sprechen von 200.000 Trauernden.

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