Bundeskanzlerin besucht Milchbetrieb und wird Kuh-Mama: "Futter ist interessanter als ich"

Bundeskanzlerin besucht Milchbetrieb und wird Kuh-Mama: "Futter ist interessanter als ich"
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist letzte Woche bei einem Besuch in einem Milchviehbetrieb im norddeutschen Nienborstel in Schleswig-Holstein zur Patin eines neugeborenen Kalbes erkoren worden, dem sie den Namen "Wirbelwind" gab.

Merkel besuchte den Bauernhof, um ein weiteres Wahlversprechen abzuarbeiten, das sie im vergangenen September der Milchbauerin des Betriebes, Ursula Trede, gegeben hatte. So zeigt sie sich erneut mit Menschen, die ihr kritische Fragen stellen. Sie will offenbar Glaubwürdigkeit demonstrieren und dass sie Probleme angeht, und so ihr Image zu etwas neuem Glanz verhelfen. Die Landwirtin hatte Merkel im September letzten Jahres in einer Fernsehsendung auf ihren Hof eingeladen, damit die Kanzlerin die Marktbedrohungen für Landwirte besser nachvollziehen könne.

Während des Besuchs besichtigte Merkel die Anlagen, untersuchte einen Melkroboter und traf am Feldrand auf einige Milchkühe und kommentierte: "Das Futter ist interessanter als ich."

Milchbauern stehen wirtschaftlich unter Druck. In diesem Jahr kommen wegen der Dürre steigende Futterpreise hinzu. Pro Liter Milch bekommen die Bauern nur knapp über 30 Cent. Konkrete Änderungen oder Maßnahmen hatte die Bundeskanzlerin nicht, dafür Anerkennung und wohlwollende Worte, wie bei ihren vorherigen Wahlversprechen-Besuchen auch. Sie wolle die Problematik aber in Belrin zum Thema machen.

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