Ständige NATO-Rotation gegen "russische Aggression": US-Militär rollt durch sächsische Kleinstadt

Ständige NATO-Rotation gegen "russische Aggression": US-Militär rollt durch sächsische Kleinstadt
Man möchte fast schreiben: "... und täglich grüßt das Murmeltier". Denn erneut hat sich US-Militär durch Sachsen bewegt. Die mächtigen Kriegswagen rollten gestern durch die Kleinstadt Frankenberg. Die Militärwagen hielten sich in der Wettiner Kaserne auf und verließen anschließend den kleinen, idyllischen Ort Richtung Autobahn.

In der Wettiner Kaserne ist das Hauptquartier der Panzergrenadierbrigade 37 der Bundeswehr, deren Verbände ebenfalls im Rahmen der NATO trainieren. Die Destination der US-Militärfahrzeuge ist unbekannt. Was man weiß, ist, dass man noch vor fünf Jahren verkündet hatte, die letzten US-Panzer hätten Europa verlassen. Und dass heute wieder zahlreiche US-Panzer da sind. Anfang 2017 kamen gleich drei Frachter aus Übersee mit Kriegsgerät an.

Seither sollen eine Panzer-Brigade, die rotiert, sowie vier Kampfbataillone die baltischen Staaten und Polen vor einer angeblich drohenden "russischen Aggression" schützen. Alle neun Monate werden Truppen und Gerät ausgetauscht, was neben den zahlreichen Militärübungen zusätzlich zu starken Militärbewegungen führt. Die Truppen rotieren stetig, da es die NATO-Russland-Grundakte dem "Voraus-Verteidigungsbündnis" untersagt, substanzielle Kampftruppen dauerhaft an Russlands Grenzen zu stationieren. Da diese Rücktransporte regelmäßig über deutschen Boden stattfinden, nehmen sie auch verstärkt deutsche Straßen, Schienen und Häfen in Anspruch.

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Die US-Armee nutzt in Deutschland etwa 47.000 Hektar Fläche, auf der sich allerlei Einrichtungen für die eigenen Streitkräfte befinden. Die Übungsplätze Grafenwöhr mit 22.600 ha und Hohenfels mit 16.000 ha sind die größten Areale für die US-Streitkräfte. Das US-Militär verwendet zwischen ihnen und Polen oftmals eine Route, die durch Sachsen führt, weshalb sich die Einwohner dort wohl oder übel vorerst an die Militärbewegungen vor Ort gewöhnen müssen.

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