Italiens Innenminister Salvini: "Wir werden nicht länger Europas Flüchtlingslager sein"

Italiens Innenminister Salvini: "Wir werden nicht länger Europas Flüchtlingslager sein"
Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat am Sonntag bei einer Kundgebung in der lombardischen Stadt Seregno seine harte Haltung zur Migration erklärt und beworben. Nachdem das NGO-Schiff "Aquarius" mit über 600 Migranten und Flüchtlingen, dem in Italien das Andocken untersagt wurde, in Spanien aufgenommen worden war, sagte er: "Ich danke der spanischen Regierung, aber ich hoffe, dass sie weitere 60.629 angebliche Flüchtlinge aufnehmen wird."

Der Chef der rechtsgerichteten Lega Nord sagte weiter: "Wir sind nicht beleidigt. Im Gegenteil, wenn nach den Spaniern nun noch die Franzosen, die Portugiesen, die Malteser folgen würden, wären wir die glücklichsten Menschen der Welt."

Er erklärte, dass 90 Prozent der Menschen, die aus Afrika übers Mittelmeer nach Europa keine Flüchtlinge seien. "Ich will den 10 von 100, die vor dem Krieg fliehen, helfen, nämlich den Frauen und Kindern. Für die anderen gibt es in einem normalen Land nur ein Ticket, nämlich eines, um in ihre Länder zurückzukehren und dort zu deren Wohlergehen beizutragen."

Salvini rechtfertigte erneut sein Regierungshandeln und seine Entscheidung, italienische Häfen für NGOs zu schließen: "Es ist vorbei. Wir heißen alle willkommen, die es verdienen, begrüßt zu werden. Wir retten Leben. Wir retten Frauen, Männer und Kinder. Aber Italien wird nicht länger das europäische Flüchtlingslager sein."

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