Techno-Revolution in Georgien? Nach Club-Razzia ziehen Tausende feiernd zum Protest

Techno-Revolution in Georgien? Nach Club-Razzia ziehen Tausende feiernd zum Protest
Wer hätte gedacht, dass eine Party so ausarten kann? Nach zwei Razzien am Samstagmorgen auf angesagten Technopartys in Georgien, die von Zeugen als übertrieben gewaltsam beschrieben wurden, versammelten sich im Anschluss rund 4.000 Menschen in der Hauptstadt zum Protest. Da man das Nützliche auch mit dem Angenehmen verbinden kann, wurde daraus einfach eine Techno-Protest-Party.

So forderte die feiernde Party-Masse vor dem georgischen Parlament den Rücktritt von Ministerpräsident Giorgi Kwirikaschwili und Innenminister Giorgi Gakharia. Den Razzien der georgischen Polizei gegen Drogenkriminalität im Club Bassiani und dem Café Gallery sollen monatelange Ermittlungen vorausgegangen sein. Das georgische Innenministerium gab bekannt, dass acht mutmaßliche Drogenhändler während der Razzien festgenommen wurden.

Der Protest löste sich auf, nachdem sich Gakharia für den übermäßigen Einsatz von Gewalt durch die Polizei entschuldigte und versprach, sich mit Aktivisten der Gruppe White Noise zu treffen, um über die Drogenpolitik des Landes zu diskutieren. Kwirikaschwili erklärte am Sonntag, dass man weiterhin eine harte Linie gegen den Drogenhandel verfolgen werde, Drogenkonsumenten jedoch künftig humaner begegnen wolle.

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