Israel: Proteste in Jerusalem gegen Verlegung der US-Botschaft

Israel: Proteste in Jerusalem gegen Verlegung der US-Botschaft
Hunderte von Menschen marschierten am Samstag durch die Straßen Jerusalems, um gegen den geplanten Umzug der US-Botschaft in die Stadt zu demonstrieren.

Die Demonstranten verurteilten auch den Flaggenmarsch zum Jerusalem-Tag, der für Sonntag geplant ist, um die Einnahme der zuvor von Jordanien annektierten Altstadt im Jahr 1967 zu feiern.

Die Demonstranten marschierten von der König-Georg-Straße zum Jaffa-Tor der Altstadt und riefen: "Netanjahu tritt zurück. Der Frieden ist mehr wert als Du." Eine Demonstrantin sagte: "Ich kam heute hierher, weil ich fest daran glaube, dass Jerusalem allen gehört."

Der Jerusalem-Tag kommt zwei Tage vor dem 70. Jahrestag der sogenannten "Nakba", was auf Arabisch "Katastrophe" bedeutet und sich auf den Exodus arabischer Bewohner des Britischen Mandatsgebiets Palästina von 1948 bezieht, bei dem schätzungsweise 700.000 arabische Bewohner im Zuge der Wirren um die Entstehung des Staates vertrieben wurden. Zeitgleich wurde eine ähnlich hohe Zahl jüdischer Bewohner aus den arabischen Anrainerstaaten vertrieben.

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