Deutschland: Proteste zum 200. Geburtstag in der Karl-Marx-Heimatstadt Trier

Deutschland: Proteste zum 200. Geburtstag in der Karl-Marx-Heimatstadt Trier
Deutsche Kommunisten, rechtsradikale Gruppen und andere Aktivisten protestierten am Samstag gegen die Enthüllung einer Karl-Marx-Statue in der Heimatstadt des Philosophen in Trier.

Unter den Demonstranten gab es Anhänger der rechtskonservativen Partei Alternative für Deutschland (AfD) und der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), die mit ihrem Protest vorgeblich "den Opfern des Kommunismus" gedenken wollten.

Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) sprachen sich ebenfalls gegen die Statue aus und kritisierten die Ausbeutung des Philosophen-Jubiläums für Geld und politische Ziele.

Zur selben Zeit protestierte auch die antichinesische Falun Gong Bewegung in der Nähe.

Die zwei Tonnen schwere Karl-Marx-Statue wurde vom chinesischen Künstler Wu Weishan erschaffen und von der chinesischen Regierung an die Stadt Trier gestiftet.

Das Denkmal wurde am Freitag auf einer Plattform vor dem ehemaligen Haus der Familie Marx errichtet, die Enthüllung selber fand jedoch einen Tag später, am 200. Geburtstag von Karl Marx statt.

Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren und lebte dort bis er zur Universität ging. Wegen seiner politischen Ansichten fand er sich oft im Exil. Er reiste Jahrzehnte lang quer durch Europa, bevor er sich in London niederließ, wo er bis zu seinem Tod 1883 lebte.

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