"Das hat uns alle in Gefahr gebracht!" - Protest in Berlin gegen "Eskalationspolitik" der USA

"Das hat uns alle in Gefahr gebracht!" - Protest in Berlin gegen "Eskalationspolitik" der USA
Die Linksfraktion im Deutschen Bundestag hatte für Mittwoch vor dem Brandenburger Tor in Berlin zu einer Kundgebung aufgerufen, um gegen die Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens in Syrien am vergangenen Wochenende zu protestieren. Während des Protestes wurden Friedensfahnen geschwenkt und ein Ende des Krieges im Allgemeinen gefordert.

Auf der Bühne kritisierte der Ko-Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, die Rolle Deutschlands als Waffenexporteur in mehreren anhaltenden Konflikten. "Waffen schaffen keinen Frieden, sie landen immer in den falschen Händen", sagte Bartsch.

Unterdessen kritisierte seine Amtskollegin Sahra Wagenknecht die Art und Weise, wie US-Präsident Donald Trump die diplomatischen Fragen zwischen den USA und Russland angegangen ist.

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Sie sagte:

Wo Raketen von einer Atommacht auf eine andere Atommacht über Twitter angekündigt werden, wenn man sich das vergegenwärtigt, da denkt man, man ist im falschen Film. Aber es wäre auch zu einfach, zu sagen: 'Okay, da ist ein Verrückter im Weißen Haus, der hat einen falschen Tweet gemacht, das hat uns alle in Gefahr gebracht.' Nein, es ist ja viel mehr. Es ist eine Eskalation, bei der ein Schritt nach dem anderen gemacht wurde."

Am 14. April starteten die USA, Großbritannien und Frankreich Luftangriffe gegen mehrere Regierungsziele in Damaskus als Reaktion auf den angeblichen chemischen Angriff auf syrische Zivilisten in Duma, der bis heute unbewiesen ist.

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