30 Jahre unentdeckt – Mann kauft Gebäude und findet im Keller Befehlsstand der Baltischen Flotte

30 Jahre unentdeckt – Mann kauft Gebäude und findet im Keller Befehlsstand der Baltischen Flotte
Am Dienstag veröffentlichtes Filmmaterial zeigt einen seit 1987 verlassenen Ausweichbefehlsstand der Baltischen Flotte aus den Zeiten der Sowjetunion in der Stadt Salacgrīva in Lettland. Nach Angaben des Leiters der so genannten Allianz Stadterkundung, Iwan Butkowski, hat ein neuer Eigentümer das Gebäude vor einiger Zeit gekauft. Als er sich in den Keller des Gebäudes begab, entdeckte er eine geschlossene Tür, etwa neun Meter unter der Oberfläche.

Dann kontaktierte er die örtlichen Denkmalschutzbeauftragten, die die Tür öffneten. Was diese dann entdeckten, überraschte alle: einen militärischen Unterschlupf, umgeben von einer Reihe von Räumen. Es war alles noch so vorzufinden, wie es zu Sowjetzeiten verlassen wurde. Hinterlassene Gegenstände waren zum Beispiel militärische Dokumente und Ausrüstungsutensilien. "Die letzte Aufnahme dieses Bunkers stammt vom 2. April 1987", erklärte Butkowski und zeigte das Datum in einem Protokollbuch an.

In einem anderen Raum, den Butkowski als Schulungsraum bezeichnete, befand sich ein großes Plakat an der Wand, auf dem die damaligen NATO-Flugzeuge und "eine Liste der vorhandenen Minensucher und U-Boote, die bis dahin in den 1980er-Jahren hergestellt wurden", zu sehen waren.

Eine Reihe von Enigma-Verschlüsselungsgeräten wurde ebenfalls auf dem Boden eines anderen Raumes gefunden. Während des Kalten Krieges hatten die Sowjets in Lettland etwa 1.000 unterirdische Bunker errichtet. Sie sollten Menschen retten und militärische Einrichtungen für den Fall eines nuklearen Angriffs beherbergen.

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