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Israel: Zehntausende schließen sich "Marsch der Schande" an

Israel: Zehntausende schließen sich "Marsch der Schande" an
Zehntausende Israelis nahmen am Samstag an einem „Marsch der Schande“ im Zentrum von Tel Aviv teil und protestierten gegen Gesetze, die den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu vor laufenden Korruptionsermittlungen schützen sollen.

Der Marsch begann in der Rothschild Straße 16, wo 1948 die israelische Unabhängigkeitserklärung verkündet wurde. Die Demonstranten skandierten und trugen Schilder mit den Aufschriften „Kriminalminister“ und „Schande“. Der Gesetzesentwurf, der in erster Lesung angenommen wurde, wird voraussichtlich am Montag eine zweite Lesung durchlaufen. Kommt er durch, könnte die Polizei zukünftig bei Ermittlungen gegen Personen des öffentlichen Lebens keine Anklageempfehlungen abgeben.

„Unsere Eltern und Großeltern kamen vor siebzig Jahren nach Israel, um ein demokratisch-jüdisches Land aufzubauen, das nun Schritt für Schritt zerstört wird, indem sie neue Regeln aufstellen“, erklärte eine Demonstrantin namens Michal.

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