Italien: Ermittlungen wegen 26 toter Teenagerinnen auf Mittelmeer aufgenommen

Italien: Ermittlungen wegen 26 toter Teenagerinnen auf Mittelmeer aufgenommen
Die italienische Staatsanwaltschaft leitete am Montag eine Ermittlung ein, nachdem 26 Leichen von Migrantinnen - die meisten von ihnen im Teenageralter – aus dem Mittelmeer geborgen worden waren. Die Leichen wurden an Bord eines spanischen Marineschiffes in den italienischen Hafen von Salerno gebracht, zusammen mit 375 Migranten, die während der groß angelegten Rettungsaktion gerettet werden konnten.

Insgesamt 23 der toten Mädchen befanden sich auf einem Schlauchboot, das vor zwei Tagen vor Libyen verschwand. Die übrigen drei Frauen starben bei einem anderen Schiffbruch. Fünf Migranten wurden zu den Todesfällen vernommen. Sie werden verdächtigt, Schlepper zu sein.

Der Präfekt [oberster Polizeibeamter] von Salerno, Salvatore Malfi, schloss Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung aus und erklärte, dass Menschenhändler keine Reise riskieren würden, auf der sie ihre "Ware"- wie sie es nennen - auf einmal verlieren könnten.

Die schaurige Entdeckung trug sich inmitten eines starken Anstiegs an Migrantenrettungen im Mittelmeer zu. Allein in den letzten vier bis fünf Tagen konnten Einsatzkräfte etwa 2.560 Menschen aus dem Mittelmeerraum retten.

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