Hamburg: Kurden demonstrieren vor US-Konsulat

Hamburg: Kurden demonstrieren vor US-Konsulat
Rund 500 kurdische Demonstranten haben am Dienstag vor dem US-Konsulat in Hamburg gegen den Vormarsch der irakischen Armee auf Kirkuk demonstriert.

Die Kundgebung fand unter dem Motto "Freunde sollte man nicht im Stich lassen" statt. Viele Demonstranten trugen Schilder in englischer Sprache, die die internationale Gemeinschaft dazu aufforderten, irakischen Kurden beizustehen.
Die irakische Armee übernahm am 16. Oktober die Kontrolle über die wichtigsten Stätten um die Stadt Kirkuk herum. Sowohl die Kurdische Autonomieregierung (KRG) im Nordirak als auch die Zentralregierung in Bagdad erheben Anspruch auf die mehrheitlich kurdisch bewohnte Region, in der sich umfangreiche Ölvorkommen befinden.
Im September hielt die KRG ein Referendum über die Unabhängigkeit der Kurdenregion inklusive Kirkuks ab. Die Regierung in Bagdad wertete dieses als illegal und will das Ergebnis nicht anerkennen.