"Stop Ramstein" - Priester a.D. Drewermann hält Rede gegen Krieg, Imperialismus, Hunger und Elend

"Stop Ramstein" - Priester a.D. Drewermann hält Rede gegen Krieg, Imperialismus, Hunger und Elend
Eugen Drewermann, Friedensaktivist und ehemaliger Priester, hat in Kaiserslautern eine zutiefst aufrüttelnde Rede gehalten - darüber, warum die Welt immer mehr ins Chaos und in den Wahnsinn stürzt und warum die Politik schuld daran ist. Diese hielt er im Rahmen der Kampagne gegen die US-Airbase Ramstein in Deutschland, "Stopp Air Base Ramstein". In der Rede ging er auch auf die Rolle Deutschlands ein und darauf, was die deutschen Politiker seiner Meinung nach falsch machen und gemacht haben.

"Wir, die Friedensbewegung, sehen den Aufmarsch von einem Krieg in den nächsten. Wir erklären, wie das Ende dieses Desasters sein wird, aber die Politiker scheinen taub zu sein, wenn wir sie hinweisen auf all das, was weder dem Frieden, noch der Versöhnung, noch der Gerechtigkeit, noch dem Zusammenwachsen der Völker dienen kann", erklärt er. "Es ist nicht möglich, der UNO vier Milliarden Dollar zum Überleben von 20 Millionen Menschen zu geben, aber es ist möglich, dem NATO-Chef zuzustimmen, dass die europäischen Mitglieder ihre Beiträge auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen sollen. […] Es ist eine sinnlose Verschwendung." Drewermann erklärt, warum seiner Ansicht nach der Hunger und das Elend stetig zunehmen, der Terror wächst und die von der NATO befürchtete "russische Aggression" sehr weit hergeholt ist. Mit seiner Rede rüttelte er über tausend Zuschauer auf.