USA: Gewaltsame Proteste in St. Louis nach Freispruch für Polizisten

USA: Gewaltsame Proteste in St. Louis nach Freispruch für Polizisten
In St. Louis sind am Samstagabend erneut Proteste ausgebrochen. Die Polizei griff zu Tränengas und nahm mehrere Protestler in Gewahrsam. Der Grund war der Freispruch eines Polizeibeamten im Zusammenhang mit der tödlichen Schießerei, bei der Anthony Lamar Smith ums Leben gekommen war.

Früher am Tag wurde das Haus der Bürgermeisterin von St. Louis, Lyda Krewson, von Vandalen heimgesucht. Dabei wurden mehrere Scheiben zerschlagen. Die Demonstranten errichteten auch Straßensperren und lieferten sich Scharmützel mit der Polizei, die wiederum Tränengas einsetzte, um die Demonstranten zu zerstreuen. Laut Berichten wurden mindestens 32 Personen verhaftet und zehn Polizeibeamte verletzt.

Der ehemalige Polizeibeamte Jason Stockley hatte im Jahr 2011 Anthony Lamar Smith in einem "Akt der Selbstverteidigung" erschossen, weil er im Glauben gewesen sei, dass der 24-jährige Afroamerikaner zu einer Waffe habe greifen wollen.

Ob jedoch Smith im Besitz einer Schusswaffe war, bleibt das umstrittenste Element des Falles, in dem die Gegner des angeklagten Polizisten behaupten, dass die Feuerwaffe, die in Smiths Fahrzeug gefunden wurde, vom Beamten im Anschluss an den tödlichen Schuss ins Auto gelegt worden sei. Die Richter entschieden jedoch, dass ein stadtbekannter Heroin-Händler [Smith], der nicht im Besitz einer Feuerwaffe sei, eine "Anomalie" sei.