AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel: Darum habe ich die ZDF-Talkrunde frühzeitig verlassen

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel: Darum habe ich die ZDF-Talkrunde frühzeitig verlassen
Die Spitzenkandidatin der Alternative für Deutschland (AfD), Alice Weidel, hat erklärt, warum sie die ZDF-Talkrunde "Wie geht's, Deutschland?" verlassen hat. Im Vorfeld der Bundestagswahlen waren unter diesem Titel Vertreter der Parteien CDU, CSU und SPD, der Grünen, der Linken, der FDP und der AfD zum Talk geladen. Weidel verließ die Runde inmitten der Sendung.

Als es um das Thema der so genannten Eingewanderten mit subsidiärem Schutz ging, erklärte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, dass man auch diesen Menschen bei guter Perspektive ein Bleiberecht einräumen solle. Alice Weidel warf ihm daraufhin vor, illegale Einwanderung legalisieren zu wollen. Unter subsidiären Schutz werden Menschen gestellt, denen weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt wurde, denen aber in ihrem Herkunftsland "ernsthafter Schaden" drohen soll. Scheuer ging nicht auf Weidels Vorwurf ein, sondern riet ihr, sich besser vom thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke zu distanzieren, der in seinen Augen ein "Rechtsradikaler" sei.

Damit erklärte Alice Weidel teilweise auch ihren Abzug aus der Talk-Sendung. Ihrer Meinung nach wollen alle Vertreter etablierter Parteien die illegale Einwanderung legitimieren. Außerdem sei niemand auf ihre Argumente und Fakten eingegangen. Die Moderatorin Marietta Slomka sei außerdem nicht neutral gewesen. Jedes Mal, wenn Weidel auf eine Frage antwortete, sei sie abgeschnitten worden, behauptete sie. Zudem soll Slomka Zahlen, die Weidel präsentiert hatte, als falsch dargestellt haben, obwohl diese offiziellen Statistiken entstammten.

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