US-Gesandte zu Nordkorea: Die USA wollten noch nie Krieg, aber Kim Jong-un bettelt darum

US-Gesandte zu Nordkorea: Die USA wollten noch nie Krieg, aber Kim Jong-un bettelt darum
Die US-Sondergesandte bei den UN, Nikki Haley, hat gestern auf einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrat in New York die stärksten möglichen diplomatischen Maßnahmen gegen Nordkorea gefordert. Weiter erklärte sie: "Kim Jong-un bettelt um Krieg. Krieg ist nie etwas gewesen, was die Vereinigten Staaten wollen - wir wollen ihn auch jetzt nicht -, aber die Geduld unseres Landes ist nicht unbegrenzt. Wir werden unsere Verbündeten und unser Territorium verteidigen."

Außerdem forderte sie "schärfste Sanktionen". Am kommenden Montag wollen die USA deshalb einen Resolutionsentwurf für weitere, härtere UN-Sanktionen gegen Nordkorea durchdrücken. Russland und China warnen vor einer Eskalation und fordern alle Beteiligten dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Russland und China werben für einen Deal, wonach Nordkorea sein Waffenprogramm aussetzen solle, wenn die USA auf Nordkoreas Forderung eingehen, die gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas einzustellen. Kim Jong-un sieht in den Militärmanövern eine direkte Kriegsvorbereitung gegen Nordkorea. Die militärische Konfrontation ist ein zentraler Übungsgegenstand der Manöver, an dem zehntausende Soldaten beteiligt sind. Nikki Haley wies den Vorschlag als "beleidigend" zurück. China warnte über seinen UN-Gesandten, dass es "niemals Chaos und Krieg auf der koreanischen Halbinsel erlauben" würde. Auch der russische Präsident Wladimir Putin warnte heute, dass die Militärhysterie über Nordkorea zu einer weltweiten Katastrophe führen könnte, die schwere Verluste an Menschenleben mit sich brächte.

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