Video zeigt jüngsten Raketenstart in Nordkorea: "Notfalls setzen wir alle letzten Mittel ein"

Video zeigt jüngsten Raketenstart in Nordkorea: "Notfalls setzen wir alle letzten Mittel ein"
Nordkoreas Staatsfernsehen hat Aufnahmen des Raketenstarts vom Dienstag veröffentlicht. Laut nordkoreanischen Staatsmedien handelt es sich bei der Rakete, die über den japanischen Luftraum flog, um eine des Typs Hwasong-12. Im Norden Japans sprang durch die ballistische Rakete das J-Warnsystem an. In Städten entlang der Flugstrecke der Rakete ertönten laute Sirenen. Menschen erhielten SMS-Warnungen, Radio- und TV-Stationen riefen Bürger auf, sich in sichere Gebäude und Bunker zu begeben.

Nordkorea verteidigt den Raketenstart mit dem "aggressivem Verhalten" der USA vor seinen Grenzen. Das offizielle Webportal Nordkoreas, Naenara, schreibt dazu: "Wie der Welt bekannt ist, wurde der strategische, ballistische Raketenstarttest der Koreanischen Volksarmee im Rahmen der gegenwärtigen Muskelspiele durchgeführt, um dem Start des gemeinsamen Militärmanövers der USA und der südkoreanischen Marionetten - ungeachtet der aussagekräftigen und entscheidenden Warnung der Demokratischen Volksrepublik Korea - zu begegnen." Weiter heißt es, der Raketenstart habe zu keiner Zeit eine Gefahr für die Nachbarländer dargestellt.

Die nordkoreanische Regierung hatte bereits Anfang August eine Erklärung herausgegeben, in der es hieß: "Es gibt die Länder, für die die lächerlichen Bedrohungen durch die USA gelten, und die Länder, die sich der Hochstapelei der USA unterwerfen. [...] Die USA, die sich als 'einzige Supermacht der Welt' aufspielen, und die sie umgebenden Großmächte machen mit ihrer Angst vor zweimaligen Probeschüssen durch unseren Staat solch großen Rummel, dass es nur unseren Stolz auf die mächtige Kraft unserer Republik verstärkt und die Überzeugung festigt, dass dieser Weg der einzige Weg ist, den wir für unsere Existenz unbedingt gehen müssen."

Außerdem verurteilte die Regierung in Pjöngjang scharf die Resolution über Sanktionen des UNO-Sicherheitsrates gegen das Land, die von den USA und ihren Verbündeten initiiert wurden, als grobe Verletzung seiner Souveränität und wies diese vollinhaltlich zurück.

Pjöngjang weiter: "Die Verstärkung der atomaren Abschreckungskraft zur Selbstverteidigung, die darauf abzielt, die radikale Anti-Korea-Politik und die atomaren Drohungen durch die USA, die größte Atommacht, zu durchkreuzen, ist eine Bedrohung "des internationalen Friedens und der Sicherheit". Es sei eine "räuberische Doktrin", dass alle Länder auf der Erde zu Kolonien werden müssten, die sich entweder dem Interesse der USA unterordnen oder zu Aggressionsopfern würden. Zum Schluss heißt es: "Falls die USA mit ihren unbesonnenen Versuchen nicht Schluss machen und leichtsinnig handeln, werden wir ohne Zögern alle letzten Mittel einsetzen."

Nordkorea begründet seinen Raketenstart unter anderem mit dem umfangreichen, jährlich stattfindenden Ulchi-Militärmanöver der USA und Südkoreas. An diesem sind zehntausende Soldaten beteiligt. Die nordkoreanische Regierung sieht darin eine Kriegsvorbereitung gegen ihr Land. Auch China und Russland hatten gefordert, die Ulchi-Übungen einzustellen, um weitere Eskalationen in der Region rund um die koreanische Halbinsel zu umgehen.