Madeira: Umstürzender Baum tötet 13 Gläubige vor Kirche an Mariä Himmelfahrt

Madeira: Umstürzender Baum tötet 13 Gläubige vor Kirche an Mariä Himmelfahrt
Auf Madeira ist es gestern am katholischen Feiertag von Mariä Himmelfahrt zu einem tödlichen Unfall gekommen. Gläubige hatten sich vor der Kirche Nossa Senhora do Monte zu einer Messe versammelt, als plötzlich eine 200 Jahre alte Eiche zu knacken begann. Anschließend stürzte der Baum um und riss mindestens 13 Menschen in den Tod.

Berichten zufolge wurden außerdem mindestens 35 Menschen verletzt, sechs von ihnen schwer. Andere Berichte sprechen von bis zu 50 Verletzten. Unter ihnen sollen sich auch Menschen aus Deutschland, Ungarn und Frankreich befinden, wie die Behörden mitteilten. Das "Fest Unserer Frau vom Berge" in der gleichnamigen Wallfahrtskirche von Funchal, in der sich auch der Sarg des letzten Kaisers von Österreich, Karl I., befindet, ruft am 15. August jedes Jahres tausende Katholiken aus aller Welt nach Madeira. Es handelt sich um das berühmteste Festival der Insel sowie den religiösen Höhepunkt des Jahres in der Region.

Mit einer Wallfahrt ehren die Gläubigen damit die Hl. Jungfrau Maria als Schutzpatronin von Madeira. Die Gläubigen wollten nach der Messe an der traditionellen Straßenprozession teilnehmen. Berichten zufolge sollen sie sich während des tragischen Unfalls gerade an einem Kerzenstand befunden haben. Auf der Insel wurde auf Grund des tragischen Zwischenfalls eine dreitägige Trauer ausgerufen. Im letzten Jahr musste das Fest abgesagt werden, da vor Ort schwere Waldbrände wüteten.