Lawrow zur Kurden-Frage: "Wir sind ihnen wohlgesinnt und unterstützen ein Referendum"

Lawrow zur Kurden-Frage: "Wir sind ihnen wohlgesinnt und unterstützen ein Referendum"
Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte gestern im Interview mit dem kurdischen Fernsehsender „Rudaw“ in Moskau, dass er ein Referendum über die kurdische Unabhängigkeit unterstütze. Auch hielt er fest, dass die Bedingung, Syrien solle ein säkularer Staat bleiben, nicht verhandelbar ist. „Dieses Land sollte demokratisch und säkular sein. Das ist sehr wichtig“, erklärte er.

Zu der Kurden-Frage sagte er: „Natürlich sind wir dem kurdischen Volk sehr wohlgesinnt. Ich wiederhole, dass wir langjährige Verbindungen haben. Wir kennen uns sehr gut und wir sind daran interessiert, dass die legitimen Bestrebungen der kurdischen Menschen, so wie jene aller anderen Menschen auf dem Planeten, erfüllt werden. […] Wir gehen davon aus, dass die legitimen Bestrebungen der Kurden, wie jene anderer Völker, im Rahmen der bestehenden internationalen Rechtsnormen erfüllt werden müssen. Dies gilt auch für die Entscheidung, ein Referendum abzuhalten.“

Im März erklärte Lawrow, dass Russland den Dialog mit der Türkei fortsetzen werde, um Wege zu finden, damit die Kurden in Gespräche über eine syrische Friedensregelung einbezogen werden können. Allerdings gestand er ein, dass es diesbezüglich schwierig werden würde, da er Ankaras Stellung zu diesem Thema kennt.

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