Syrien: Die Rache der jesidischen Frauen – Ehemalige Gefangene gründen Frauen-Bataillon gegen den IS

Syrien: Die Rache der jesidischen Frauen – Ehemalige Gefangene gründen Frauen-Bataillon gegen den IS
Eine Gruppe von 15 jesidischen Frauen aus der irakischen Stadt Sinjar hat ein Frauen-Bataillon gebildet, um an der Schlacht um die syrische Stadt Rakka gegen den selbsternannten islamischen Staat teilzunehmen. „Wir wurden vom IS gefangen genommen. Nachdem wir frei kamen, gingen wir hierher nach Rakka“, erklärt eine von ihnen. Sie wollen all die jesidischen Mädchen rächen, die durch die IS-Terroristen Massen vergewaltigt und entführt wurden.

Der IS hielt und hält Tausende jesidische Frauen als Sexsklavinnen, aber auch die jesidischen Kinder dienten der Terror-Gruppe als solche. Die jesidischen Männer wurden zu Tausenden erschossen. EU und UN klassifizierten das Vorgehen des IS gegen die Jesiden beide als Völkermord.

Die Kämpferinnen stammen aus dem jesidischen Hauptsiedlungsgebiet im Irak, Sindschar. Der IS hatte es im Sommer 2014 überfallen und ganze Dörfer ausgelöscht. Alleine hier wurden mindestens 5.000 Jungen und Männer erschossen. Über 7.000 Frauen und Mädchen wurden verschleppt und zum Sex versklavt.

Das Frauen-Bataillon ist Fraueneinheit der überwiegend kurdischen Fraueneinheit der YPG, der sogenannten YPJ, untergeordnet. Rakka gilt als eine der Hauptburgen des IS. Die internationale US-Koalition, kurdische Einheiten wie die YPG und die SDF, kämpfen hier Seite an Seite gegen die Terroristen. Viele Frauen haben sich ebenfalls dem Kampf angeschlossen und rächen sich auf dem Schlachtfeld.

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