Sacharowa: Massenmedien sind in den Händen von bestimmten politischen Gruppen

Sacharowa: Massenmedien sind in den Händen von bestimmten politischen Gruppen
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat gestern die US-Medienberichterstattung zu dem Treffen zwischen den Außenministern Russlands und den USA aufs Schärfste verurteilt. Die US-Medien seinen total hysterisch gewesen und wollten nicht begreifen, wie absurd ihre Fragen an den russischen Außenminister Sergej Lawrow eigentlich waren, erklärte sie. Sie ist der Meinung, dass die Massenmedien von gewissen politischen Gruppen geleitet und manipuliert würden.

Fast alle Fragen der US-Massenmedien bezogen sich ihren Aussagen zu Folge auf die angebliche Einmischung Russlands in die US-Wahlen und dessen angebliche Rolle bei der Entlassung des FBI-Direktors Comey. Es sei laut ihr offensichtlich, dass die Massenmedien von politischen Gruppen gesteuert und manipuliert würden.



„Es war nicht möglich, den Zustrom von Fragen der US-Reporter zu stoppen, weil die US-Journalisten einfach nicht begreifen wollten, wie absurd es war, den Außenminister eines anderen Staates über Personalentscheidungen auf Staatsebene in ihrem eigenen Land zu befragen. Alle Hinweise, dass dies dem Niveau eines nicht-souveränen Staates, einer Art Bananenrepublik, gleichkäme, auch nicht. Das deutet darauf hin, dass die Massenmedien sich kolossal in der Politik engagieren. Dies zeigt auch die Abwesenheit des unabhängigen Denkens, die Tatsache, dass die Massenmedien manipuliert und von bestimmten politischen Gruppen geleitet werden, die den Grad dieser Rhetorik auf das Maximum bringen.“



Viele Medien titeln nun, dass Fotos vom gemeinsamen Treffen Sergej Lawrows und Donald Trump nie für die Öffentlichkeit gedacht waren und Russland sie eigenmächtig dennoch veröffentlicht hätte. Auch das tat Sacharowa als absurd ab.  „Wir haben klar gesagt, dass wir einen TASS-Fotografen bei uns haben würden, der während der Reise als persönlicher Fotograf des Ministers fungierte. Nach dem Treffen wurden Fotos auf der Internetseite des russischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten sowie in den sozialen Netzwerken des Ministeriums veröffentlicht. Diese Fotos wurden auch von der Agentur TASS zusammen mit anderen Agenturen veröffentlicht. Das bedeutet also, dass alle Medien – ob russische, US-amerikanische oder ausländische Medien - Zugang zu allen Informationen von der russischen Seite hatten.“


Auch der US-Präsident Donald Trump selbst verbreitete eines der Fotos von sich und Lawrow. „Lasst uns Frieden machen“, titelt er darüber und zeigt neben dem benannten Foto auch eines von sich und dem ukrainischen Außenminister Pavlo Klimkin im Oval Office. Später gab es von Trump einen weiteren Seitenhieb in Richtung Presse: „Die Fakemedien machen heute Überstunden!“ und „Vielleicht wäre es das beste, alle zukünftigen Pressekonferenzen abzublasen und schriftliche Antworten aus Gründen der Genauigkeit zu verteilen?“, twitterte er.

Trump ist schon seit seinem Wahlkampf eine Art Erzfeind der Massenmedien. Diese berichten hauptsächlich negativ über ihn. Als er allerdings einen Militärangriff auf Syrien startete, wurde eine zeitlang positiv berichtet.

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