Nach türkischen Luftangriffen in Syrien: Kurden protestieren - US-Soldaten begutachten Schäden

Links: US-Soldaten lassen sich von kurdischen Militärs die Schäden nach türkischen Luftangriffen zeigen.  Rechts: Hunderte Kurden protestieren gegen türkische Luftangriffe.
Links: US-Soldaten lassen sich von kurdischen Militärs die Schäden nach türkischen Luftangriffen zeigen. Rechts: Hunderte Kurden protestieren gegen türkische Luftangriffe.
US-Truppen ließen sich am Dienstag von kurdischen Kämpfern gestern Orte rund um die Karachok-Berge östlich von al-Qamischli im nordöstlichen Syrien zeigen, die die türkische Luftwaffe angegriffen hatte. Dutzende Menschen wurden dabei getötet. Laut türkischen Militärangaben handelte es sich bei den Toten ausschließlich um kurdische Terroristen. Zeitgleich versammelten sich Hunderte Anwohner, um gegen die türkischen Angriffe zu protestieren.

Die Zahl der Toten soll sich auf mindestens 70 belaufen. Ausgeführt wurden die Luftangriffe der Türkei in Syrien und im Irak. Das säkulare und hauptsächlich kurdisch geprägte Militärbündnis der Demokratischen Kräfte Syriens wird von der internationalen Anti-IS-Koalition unter US-Führung unterstützt. Die Türkei, die ebenfalls in der internationalen Koalition ist, ist gegen die Unterstützung der kurdischen Kämpfer. Sie unterhält eigene Rebellentruppen, die gegen Kurden vorgehen. Derzeit führen die Demokratischen Kräfte Syriens schwere Kämpfe in Rakka aus, das unter IS-Kontrolle steht. Diese waren bis zuletzt so erfolgreich, so dass die Terroristen eine Stellung nach der anderen verlieren.

Anfang März wurden in Manbidsch etwa 400 weitere US-amerikanische Soldaten stationiert. Zusammen mit syrischen und russischen Truppen wirkten sie so einer geplanten und angekündigten Einnahme der Stadt durch die Türkei und ihren Milizen entgegen.